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Apple-Investoren verlangen Handeln gegen iPhone-Sucht bei Kindern

Zwei Apple-Investoren verlangen vom iPhone-Hersteller bessere Maßnahmen zum Schutz vor übermäßiger Handynutzung durch Kinder.
Zwei Apple-Investoren verlangen vom iPhone-Hersteller bessere Maßnahmen zum Schutz vor übermäßiger Handynutzung durch Kinder. (©YouTube/TechnoBuffalo 2017)

Junge Generationen wachsen wie selbstverständlich mit dem Smartphone auf – und somit auch mit dem iPhone. Zwei Investoren haben Apple jetzt aber dazu aufgefordert, etwas gegen die iPhone-Sucht bei Kindern zu tun und eine verschärfte Kindersicherung einzuführen.

Bei den beiden Investoren handelt es sich um Jana Partners LLC und das California State Teachers’ Retirement System, meldet Mashable unter Berufung auf einen Bericht des Wall Street Journal. In einem Brief vom Samstag fordern die beiden Anleger Apple auf, neue Software zu entwickeln, damit Eltern die Smartphone-Nutzung ihrer Kinder leichter kontrollieren und einschränken können. Zudem solle der iPhone-Hersteller die Auswirkungen auf die physische Gesundheit junger Menschen bei übermäßiger iPhone-Nutzung untersuchen. Die beiden Anteilseigner besitzen zusammen Apple-Aktien in Höhe von rund 2 Milliarden US-Dollar. Ein vergleichsweise geringer Anteil, gemessen an einem derzeitigen Börsenwert in Höhe von rund 900 Milliarden Dollar.

"Negative Nebenwirkungen" durch übermäßigem iPhone-Konsum

Ohnehin bietet das iPhone seit langer Zeit eine Kindersicherung, mit deren Hilfe Eltern bestimmte Apps und Funktionen sperren oder einschränken können. Offenbar zu wenig für die beiden Anleger, die weitreichendere Kontrollmöglichkeiten für unerlässlich erachten. Fachlichen Rat haben die Aktionäre bei Dr. Jean M. Twenge von der San Diego State University eingeholt. Twenge zufolge gebe es "unbeabsichtigte negative Nebenwirkungen" und Studien, welche die Bedenken vieler Lehrer thematisieren.

Schon im September machte Twenge in einem Artikel auf The Atlantic auf die negative Entwicklung von Handysucht bei Kindern aufmerksam. "Ich nenne sie iGen", geboren zwischen 1995 und 2002. Damit beschreibt sie eine ganze Generation, die mit dem Smartphone aufwachse, einen Instagram-Account vor der Highschool habe – und sich gar nicht an Zeiten vor dem Internet erinnere. Ob der Brief der beiden Investoren Apple tatsächlich dazu bewegen wird, die Maßnahmen noch einmal zu verschärfen, bleibt abzuwarten.

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