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Apple kauft Analyse-Start-up für bessere Vorschläge in Apple Music

Apple Music könnte demnächst noch passendere Vorschläge unterbreiten.
Apple Music könnte demnächst noch passendere Vorschläge unterbreiten. (©YouTube/objrevs 2018)

Apple hat ein Start-up gekauft, das künftige Musikstars frühzeitig mithilfe von maschinellem Lernen entdecken soll. Die Algorithmen könnten künftig auch in Apple Music zum Einsatz kommen und für bessere Vorschläge sorgen.

Apple soll weniger als 100 Millionen US-Dollar für das Start-up Asaii aus San Francisco gezahlt haben, meldet Axios unter Berufung auf nicht namentlich genannte Quellen. Apple selbst hat den Deal noch nicht bestätigt. Asaii bietet Schallplattenfirmen entsprechende Tools an, um neue Künstler zu entdecken, beobachten und managen – auf Basis maschinellem Lernens. Um den nächsten Superstar zu finden, analysiert die Plattform Daten von sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Instagram sowie von Streamingdiensten wie Apple Music, Spotify, YouTube und SoundCloud.

Algorithmen sollen den nächsten Justin Bieber finden

Das Start-up bietet im Kern zwei Dienste an: Einerseits ein Dashboard für das Musik-Management, das sich an A&R-Manager richtet. Und – vor allem für Apple Music interessant – eine Schnittstelle für Streamingdienste, um die Empfehlungen der Plattform integrieren zu können. "Unsere Algorithmen auf Basis von maschinellem Lernen finden Künstler zehn Wochen, bevor sie charten", heißt es auf der Seite des Anbieters. "Unsere Algorithmen sind in der Lage, den nächsten Justin Bieber vor allen anderen zu finden".

Von den Algorithmen dürften vor allem Apple Music und iTunes profitieren. Dadurch könnte Apple auch näher an Spotify heranrücken, das schon heute mit kleineren Künstlern und Plattenlabels zusammenarbeitet. Auf Twitter erklärte das Unternehmen schon vor einem Monat, das Angebot zum 14. Oktober einzustellen.

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