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Apple Music verbindet Streaming, Radio und Social-Media

Apple Music wurde auf der WWDC 2015 vorgestellt.
Apple Music wurde auf der WWDC 2015 vorgestellt. (©Picture Alliance/ Christoph Dernbach 2015)

Mit Apple Music möchte Apple endlich wieder eine zentrale Rolle im Musikbusiness spielen. Der neue Musikdienst wurde auf der WWDC 2015 vorgestellt und stellt einen direkten Angriff auf Spotify dar. Er verbindet Streaming mit einem Online-Radiosender und einer Social-Media-Plattform.

Mit der Fusion aus iTunes und Beats Music entsteht für Apple ein neuer Musikdienst, der es mit Spotify, Deezer und Co. aufnehmen soll. Apple Music soll das komplette Musikerlebnis in einer App vereinen. Der Funktionsumfang erinnert mit dem Erstellen von Playlists, der Suche nach Musik und dem Abspielen von Videos stark an Spotify. Zudem soll der iTunes Music Store ein integraler Bestandteil von Apple Music werden.

Eigener Radiosender Beats 1

Ein zentraler Punkt des Musikdienstes ist der 24/7 Radiodienst Beats 1. Praktisch handelt es sich dabei um einen Radiosender, der rund um die Uhr weltweit über das Internet sendet. Eine weitere Säule von Apple Music ist die Interaktion zwischen Künstlern und Fans. So sollen Musiker mit der Connect-Funktion die Möglichkeit erhalten, eigene Channels zu betreiben und dort beispielsweise Demos oder Fotos hochzuladen. Das Ganze klingt nach einem Social-Media-Kanal, der direkt in die App integriert ist.

Starten soll der Dienst noch in diesem Monat in mehr als 100 Ländern. In den ersten drei Monaten können User den Dienst kostenlos nutzen. Erstmals hat Apple zudem iTunes für Android angekündigt.

Bereits vor der WWDC hatte Sony geplaudert

Die Keynote der WWDC hat somit gezeigt, dass der CEO von Sony Music, Doug  Morris, recht behalten hat. Am Sonntag hatte er auf der Musikmesse Midem im französischen Cannes verraten, dass Apple am heutigen Montag seinen Streaming-Dienst vorstellen werde. In seinen Augen werde Apple Music einen Wendepunkt im Streaming-Geschäft einleiten. Ob sich dies bewahrheiten wird, muss sich in den nächsten Monaten zeigen.

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