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Apple soll günstigeres iPhone mit Touch ID im Display für China planen

In China könnte Apple demnächst ein iPhone mit Touch ID im Bildschirm veröffentlichen.
In China könnte Apple demnächst ein iPhone mit Touch ID im Bildschirm veröffentlichen.

Der chinesische Markt ist für das erfolgsverwöhnte Apple aktuell ein schwieriges Pflaster – der Launch eines neuen iPhones könnte da wie ein Befreiungsschlag wirken. Angeblich will der Hersteller ein Smartphone ohne Face ID, dafür mit einem Fingerabdrucksensor direkt unter dem Display in China in den Handel bringen.

Das zumindest schreibt MacRumors unter Berufung auf das chinesische Medium  The Global Times. Ein neues iPhone soll gezielt "preissensible Kunden" in China ansprechen. Damit das gelingt, will Apple durch den Verzicht auf die teure Gesichtserkennung Face ID Kosten einsparen. Stattdessen soll das neue Budget-iPhone einen Fingerabdrucksensor besitzen, der direkt unter dem Bildschirm verbaut ist – ein solches iPhone gibt es bislang noch nicht auf dem Markt. Apple wolle damit rückläufigen Verkaufszahlen entgegenwirken, die nicht zuletzt auch das Resultat des mittlerweile 18 Monate langen Handelskriegs zwischen den USA und China sein dürften.

Aus Zuliefererkreisen heißt es, der Einsatz eines Fingerabdrucksensors anstelle von einer 3D-Kamera spare Kosten. Allein der Oberflächenemitter, eine der Hauptkomponenten von Face ID, schlage mit Herstellungskosten von mehreren Hundert Yuan (100 Yuan entsprechen aktuell knapp 13 Euro) zu Buche, gibt ein Branchenkenner aus Peking zu Protokoll. Wenngleich Apple sich das leisten könne, wirke sich das auf den Umsatz aus.

In-Screen-Fingerabdrucksensor feiert Siegeszug in Android-Smartphones

Apple selbst setzt bei seinen aktuellen iPhones nur noch auf Face ID. Alle neuen Modelle haben eine Notch am oberen Bildschirmrand, in der die 3D-Kamera und Face-ID-Sensoren Platz finden. Immer wieder gab es in der Vergangenheit Hinweise darauf, dass die Kalifornier an einer Lösung arbeiten, um Touch ID unter dem Bildschirm unterzubringen – doch im Jahr 2017 kam das iPhone X, statt mit In-Screen-Fingerabdrucksensor mit 3D-Gesichtserkennung. Im gleichen Zeitraum haben Hersteller wie Huawei oder Xiaomi konsequent die Fingerabdruckerkennung unter dem Bildschirm verbaut, anfänglich in der Oberklasse, später auch im Mittelklassebereich.

Durch den vermehrten Einsatz dieser Technologie seien zudem die Preise für Sensoren gesunken, während die Preislücke zwischen LCD und OLED nicht in dem Maße geschlossen werden konnte – auch deshalb soll Apple im asiatischen Raum den Anschluss verloren haben. Denn: Im Preisbereich um 730 US-Dollar greifen chinesische Kunden laut einem Bericht vermehrt zu lokalen Herstellern, während iPhones oftmals das Nachsehen haben.

Wann und ob Apple tatsächlich ein günstigeres iPhone für den chinesischen Markt plant, bleibt abzuwarten. Zumindest beim iPhone 2020 könnte die Fingerabdruckerkennung in iPhones ein Comeback feiern – die dann womöglich auf dem gesamten Bildschirm funktionieren würde.

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