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Apple stellt Satelliten-Experten für neues Geheimprojekt ein

Der neue Apple-Campus: Welches geheime Satellitenprojekt wird hier geplant?
Der neue Apple-Campus: Welches geheime Satellitenprojekt wird hier geplant? (©CC: Flickr/Forgemind ArchiMedia 2016)

Apple hat zwei hochkarätige Satelliten-Experten von Google eingestellt, die an einem neuen noch geheimen Projekt arbeiten sollen. Die Einstellungen könnten etwas mit Plänen des Flugzeugbauers Boeing zu tun haben. Mit mehr als 1000 Satelliten in einer erdnahen Umlaufbahn soll Breitband-Internet zur Verfügung gestellt werden.

Über das Boeing-Projekt soll es Gespräche zwischen dem Flugzeughersteller und Apple gegeben haben, schreibt Bloomberg. Bei den von Google abgeworbenen Spezialisten handelt es sich um John Fenwick, der die Raumfahrt-Aktivitäten beim Suchmaschinenriesen geleitet hat und um Michael Trela, den Chefingenieur der Satelliten-Abteilung bei Google.

Apple holt echte Experten an Bord

Mit den Neueinstellungen holt sich Apple zwei absolute Experten auf dem Gebiet des Satellitenbaus und -betriebs an Bord. Satelliten werden im Moment vor allem für zwei für Apple interessante Zwecke verwendet: Sie machen Bilder von der Erdoberfläche und werden für die Kommunikation eingesetzt. Boeing will mit seinen Satelliten ins Kommunikationsgeschäft einsteigen. Mit mehr als 1000 künstlichen Himmelskörpern in einer Umlaufbahn will der Luftfahrt-Konzern sein Breitband-Internet anscheinend weltweit anbieten. Ob Gespräche mit Apple über dieses Netz zu einem greifbaren Resultat geführt haben, ist unbekannt.

Insider gehen aber davon aus, dass sich Apple an dem Projekt finanziell beteiligt. Dass Apple an solch einem Netz ein großes Interesse haben dürfte, ist eigentlich klar. Für SpaceX, das Unternehmen von Tesla-Erfinder Elon Musk, rechnen die Experten bis 2025 mit einem Gewinn von 30 Milliarden US-Dollar aus dem Satellitengeschäft.

Internet für alle

Ein wichtiges Ziel für Internet-Unternehmen wie Facebook, Google und Apple ist es, das Internet zu den vielen Milliarden Menschen zu bringen, die derzeit noch keinen oder nur einen schlechten Zugang haben. Darin liegen vermutlich die größten Gewinne der Zukunft. Andererseits sind auch die Risiken hoch, weil es rasanten technologischen Wandel auf diesem Gebiet gibt. So musste etwa das Unternehmen Iridium schon vor etlichen Jahren Konkurs anmelden, das ein satellitengestütztes Mobiltelefonnetz aufbauen wollte. Es stellte sich heraus, dass die Telefonkosten per Satellit viel zu hoch waren.

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