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Apple teilt Face-ID-Daten mit Entwicklern von Drittanbieter-Apps

Apple wird Face-ID-Daten mit App-Entwicklern teilen.
Apple wird Face-ID-Daten mit App-Entwicklern teilen. (©TURN ON 2017)

App-Anbieter werden auf einige Face-ID-Daten des iPhone X zugreifen können. Sie dürfen das 3D-Modell des Nutzergesichts für ihre Software aber nur nutzen, sofern sie sich an Apples Datenschutzbestimmungen halten. Der Schritt hat dennoch neue Kritik an der Datensicherheit von Face ID ausgelöst.

Die App-Entwickler werden das 3D-Modell des Nutzergesichts von Face ID für ihre Apps verwenden dürfen. Das geht aus neuen Entwicklervorgaben von Apple hervor. Sie erhalten allerdings keinen Zugriff auf die mathematische Darstellung des Nutzergesichts, die zum Entsperren des iPhone X eingesetzt wird. Diese bleibt verschlüsselt im internen Smartphone-Speicher gesichert.

App-Entwickler bekommen Zugriff auf 3D-Modell des Gesichts

Nur das visuelle 3D-Modell des Nutzergesichts inklusive 50 Gesichtsausdrücken steht den Entwicklern zur Verfügung. So erhalten sie Informationen darüber, wie der Nutzer zum Beispiel seinen Mund bewegt oder seine Augenbrauen hochzieht. Die Entwickler müssen zustimmen, die Daten nicht für Werbung einzusetzen oder sie an Datenhändler zu verkaufen. Zudem dürfen die App-Entwickler keine individuellen Profile von anderweitig anonymen Nutzern auf Grundlage der Face-ID-Daten anlegen. Wer sich nicht daran hält, wird von Apple als Entwickler gesperrt.

Missbrauchsgefahr vor allem durch weniger bekannte Entwickler

Die mathematischen Face-ID-Daten für die iPhone-X-Entsperrung werden mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung übertragen und ausschließlich auf dem internen Speicher des iPhone X gesichert. Worin genau sie sich vom visuellen 3D-Modell des Nutzergesichts unterscheiden und inwiefern die mathematischen Daten in Hinblick auf den Datenschutz kritischer sein sollen, ist noch unklar. Die US-amerikanische Bürgerrechtsorganisation ACLU weist gegenüber Reuters darauf hin, dass Apple die Entwickler, welche Face-ID-Daten weitergeben, außerdem erst einmal erwischen muss. Große Entwickler würden die Daten wohl nicht missbrauchen, aber bei weniger bekannten Entwicklern ist sich die ACLU nicht so sicher.

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