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Apple verbannt Werbeblocker-Apps aus dem App Store

Adblocker wird es wohl schon bald nicht mehr im App Store geben.
Adblocker wird es wohl schon bald nicht mehr im App Store geben. (©TURN ON 2017)

Apple geht gegen VPN-basierte Werbeblocker vor und hat offenbar schon mehrere Adblocker aus dem App Store verbannt. In Zukunft soll es blockierte Werbung auf dem iPhone nur noch innerhalb des Safari-Browsers geben.

Apple ändert offenbar seinen Kurs in Bezug auf Werbeblocker im App Store. So wurden in den vergangenen Tagen einige VPN-basierte Adblocker-Apps aus dem Store verbannt, wie 9to5Mac unter Berufung auf mehrere betroffene Entwickler berichtet. Gleichzeitig soll Apple zum Teil auch Updates für bestehende Werbeblocker-Apps blockiert haben.

Apple setzt seine Richtlinien härter um

Ein Großteil der Informationen stammt dabei von Tomasz Koperski, dem Geschäftsführer des Entwicklers Future Mind, der unter anderem für die Apps Adblock, Weblock und Admosphere verantwortlich ist. Koperski spricht dabei von einem krassen Kurswechsel, den Apple vollziehe, da der Hersteller die Adblocker zunächst jahrelang im App Store akzeptiert habe und nun wegen des angeblichen Verstoßes gegen die Richtlinien des Stores gegen diese vorgehen würde.

Bei Apple selbst will man hingegen von einem generellen Kurswechsel nichts wissen. Vielmehr würde das Unternehmen die Richtlinien strenger umsetzen, die schon seit Jahren für den App Store gelten würden. Als Begründung für den Kurswechsel sprach der Konzern gegenüber 9to5Mac davon, dass man Apps verbannen wolle, die in die Funktionsweise anderer Apps eingreifen würden, was auf VPN-Werbeblocker zweifellos zutrifft. Zudem teilte der iPhone-Hersteller mit, dass man Werbung schon immer als einen legitimen Weg angesehen habe, mit dem App-Entwickler Geld verdienen könnten.

Apple selbst blockt weiterhin Werbung

Doch so logisch die Argumente von Apple auch klingen: Seit iOS 9 bietet das Unternehmen selbst innerhalb des Safari-Browsers diverse Adblocker an und möchte diese Option auch weiterhin aufrechterhalten. Entwickler wie Future Mind haben deshalb die Option, ihre bislang VPN-basierten Werbeblocker zu Safari-Werbeblockern umzuwandeln und diese als Addons für den Apple-Browser anzubieten. Dort könnten sie allerdings nur noch Werbung auf Webseiten und nicht mehr innerhalb von Apps blockieren.

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