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Apple wollte iMessage als Standard etablieren – daran scheiterte es!

Apple wollte iMessage vor langer Zeit allen Nutzern zugänglich machen.
Apple wollte iMessage vor langer Zeit allen Nutzern zugänglich machen. (©dpa 2018)

iMessage wird wohl nie auf Android-Smartphones zu nutzen sein. Doch ein ehemaliger Apple-Manager enthüllte in einem Interview die früheren Pläne Apples, den Nachrichtendienst als Standard und SMS-Ersatz zu etablieren. Gescheitert sein soll das Vorhaben an Bedenken der Mobilfunkbetreiber – und am Geld.

Das hat der frühere iOS-Chef Scott Forstall dem Wall Street Journal in einem Interview verraten, berichtet Cult of Mac. Demnach habe Apple vor vielen Jahren die Mobilfunkanbieter überzeugen wollen, die Features von iMessage für herkömmliche SMS-Mitteilungen zu integrieren. Daraus sei aus einer Vielzahl an Gründen aber bekanntlich nichts geworden. iMessage ist der Standard-Nachrichtendienst auf jedem iPhone und ein wichtiger Grund, sich auf das Ökosystem von Apple einzulassen – und es nach Möglichkeit so schnell nicht wieder zu verlassen.

Das waren die Gründe für das Scheitern

Dabei ist iMessage überhaupt erst entstanden, weil Apple dem SMS-Format nichts abgewinnen konnte. Den Einschränkungen der Kurzmitteilungen wollte sich Apple nie unterwerfen. Apple wollte, dass sich das "Messaging mehr wie eine Unterhaltung anfühlt", erklärte der ehemalige Apple-Manager, der das Unternehmen 2013 verlassen hat. Apple habe sich seinerzeit an die Betreiber gewandt, um das bestehende SMS-System um Features zu erweitern und Kosten für die Kunden abzuschaffen.

Doch unterschiedliche Standards und die Interoperabilität zwischen Anbietern und Nachrichtensystemen hätten dazu geführt, dass Apple mit seinem Vorstoß gescheitert sei. Nicht zuletzt sei es den Betreibern auch darum gegangen, ihr Geschäftsmodell zu schützen – damals haben die Anbieter schließlich an jeder versendeten SMS reichlich verdient. Die klassische SMS soll derweil durch Rich Communication Services (RCS) abgelöst werden, das 2012 entwickelt wurde. Damit soll ein einheitlicher Standard etabliert werden, der zwar Features wie WhatsApp, iMessage und Co. bietet, aber unabhängig von einem Anbieter funktioniert.

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