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Apple-Zulieferer Foxconn will Arbeiter durch Roboter ersetzen

Schon bald könnte es bei iPhone-Hersteller Foxconn ganz anders aussehen.
Schon bald könnte es bei iPhone-Hersteller Foxconn ganz anders aussehen. (©picture alliance/ROPI 2016)

Ohne Handarbeit kommt selbst die Massenproduktion des iPhone 7 noch nicht aus. Das will Apple-Zulieferer Foxconn allerdings ändern. Das taiwanische Unternehmen hat einen Drei-Phasen-Plan vorgestellt, der den Austausch der meisten menschlichen Arbeiter durch Roboter zum Ziel hat.

Werden künftige iPhone-Generationen vollkommen maschinell gefertigt? Geht es nach Apple-Zulieferer Foxconn, werden die iOS-Smartphones und andere elektronische Geräte bald hauptsächlich von sogenannten Foxbots, den hauseigenen Robotereinheiten, gebaut. Einem Bericht der DigiTimes zufolge will das taiwanische Unternehmen einen Drei-Phasen-Plan umsetzen, der die vollständige Automatisierung ganzer Fabriken vorsieht. Die Zeitung beruft sich dabei auf Aussagen von Foxconn-Manager Dai Jia-peng, der für das Automation Technology Development Committee des Unternehmens verantwortlich ist.

Foxbots statt Menschen: Ganze Fabriken werden automatisiert

In einem ersten Schritt sollen Roboter für Arbeitsprozesse eingesetzt werden, die für den Menschen extrem unattraktiv oder gefährlich sind. Durch die anschließende Automatisierung ganzer Produktionslinien und den Einsatz maschineller Fließbandarbeit in einer zweiten Phase könnte die Anzahl der Roboter wieder verringert werden, bis in der dritten Phase schließlich ganze Fabriken vollkommen automatisch arbeiten. Nach Umsetzung des Drei-Phasen-Plans sei nur noch eine minimale Anzahl an menschlichen Arbeitern in der Produktion, der Logistik sowie Test- und Inspektionsprozessen notwendig.

"iPhone City" bereits in Phase 2 der Automatisierung

Aktuell befinden sich einige chinesische Foxconn-Fabriken bereits in der zweiten oder sogar in der dritten Phase. Zehn Produktionslinien konnte der Hersteller mittlerweile vollkommen automatisieren, All-in-one-PCs in Chengdu entstehen beispielsweise schon ohne menschlichen Eingriff. In einer Foxconn-Fabrik seien durch solche Automatisierungsprozesse 60.000 Jobs weggefallen, berichtet The Verge. Bis 2020 will das Unternehmen 30 Prozent aller seiner Fabrikarbeiten automatisiert haben. Auch in der größten Foxconn-Fabrik mit dem Spitznamen "iPhone City", in der täglich 500.000 iPhones vom Band laufen, ist der zweite Schritt des Drei-Phasen-Plans bereits getan.

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