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Aus Sicherheitsgründen: Edward Snowden benutzt kein iPhone

Kein Apple-Fan: Aus Sicherheitsgründen benutzt Edward Snowden kein iPhone.
Kein Apple-Fan: Aus Sicherheitsgründen benutzt Edward Snowden kein iPhone. (©picture alliance / dpa 2015)

Edward Snowden ist ganz offensichtlich kein Fan von Apple: Der Whistleblower ließ nun über seinen Anwalt mitteilen, dass er niemals ein iPhone benutzen würde. Der wenig überraschende Grund für den Boykott: Sicherheitsbedenken.

Edward Snowdens Anwalt Anatoly Kucherena gab der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti gegenüber zu Protokoll, dass sein Mandant kein iPhone benutzen würde. Wörtlich sagte Kucherena: "Edward benutzt niemals ein iPhone, er hat ein einfaches Telefon ... das iPhone hat eine spezielle Software, die sich selber einschalten kann, ohne dass der Nutzer einen Knopf drückt. Und sie sammelt Informationen über ihn, weshalb er sich aus Sicherheitsbedenken weigert, ein iPhone zu benutzen."

Geheimdienst kann auch auf ausgeschaltete iPhones zugreifen

Damit liefert Snowden Kritikern neuen Zündstoff, die Apple ohnehin im Verdacht haben, es mit der Datensicherheit seiner Kunden nicht allzu genau zu nehmen. Und offenbar sind diese Vorbehalte berechtigt: Laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel war der britische Nachrichtendienst GCHQ noch bis vor zwei Jahren in der Lage, auch auf ausgeschaltete iPhones zuzugreifen. Selbst wenn das Telefon nicht unmittelbar von der Sicherheitslücke betroffen war, reichte es schon, wenn es mit einem gehackten Computer verbunden war, um all seine Daten preiszugeben. 2013 hatte Apple die Verwendung des unsicheren UDID-Systems aufgegeben, mit dem sich einzelne iPhones oder andere Hardware identifizieren ließen.

Edward Snowden erhielt im Sommer 2014 ein dreijähriges Bleiberecht in Russland und arbeitet momentan als Berater einer russischen IT-Firma. Laut seinem Anwalt Kucherena sei er mit seinem Leben in Russland zufrieden.

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