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Beats Music: "NIN"-Fronter Trent Reznor leitet Redesign

Apple kaufte Beats im vergangenen Jahr für drei Milliarden Dollar.
Apple kaufte Beats im vergangenen Jahr für drei Milliarden Dollar. (©CC: Flickr/Kārlis Dambrāns 2015)

Apple plant den Komplettumbau des erst im letzten Jahr gekauften Streaming-Dienstes Beats Music, um endlich den großen Konkurrenten Spotify attackieren zu können. Dabei soll Trent Reznor, Frontman der Band "Nine Inch Nails", eine wichtige Rolle spielen.

Wie die New York Times berichtet, soll der Sänger Trent Reznor beim Redesign des Streaming-Dienstes Beats Music eine zentrale Rolle spielen. Im Juni soll es mit dem Upgrade auf iOS 8.4 dann angeblich soweit sein. Mit iTunes hatte Apple die Musikbranche revolutioniert, beim Streaming hat der Elektronikgigant aus Cupertino den Trend allerdings etwas verschlafen. Gegen Dienste wie Spotify ist momentan kein Apple-Kraut gewachsen. Mit dem Kauf von Beats und Beats Music im vergangenen Jahr für drei Milliarden Dollar sollte sich das ändern. Gerüchte über einen geplanten Umbau und Neustart des Dienstes gibt es schon seit Monaten.

Auch iTunes Radio soll generalüberholt werden

Außerdem soll es ein aufgebohrtes iTunes Radio geben, das auf regionale Märkte zugeschnitten sein wird. Apple will damit vermutlich in die bislang schwer erreichbare, aber auch umkämpfte Domäne lokaler Radiostationen einbrechen. Insider behaupten außerdem, dass Apple auf iTunes noch mehr Alben exklusiv präsentieren will, bevor diese irgendwo anders hörbar sind.

Mit dem Einsatz von Trent Reznor, der mit seiner Band "Nine Inch Nails" bislang das Industrial-Genre bedient hat, setzt Apple einen musikalischen Schwerpunkt. Techniker spielen in Sachen Beats bei Apple also nicht die erste Geige, sondern ein Künstler wird Chefdirigent des Projekts. Das jedenfalls sagen laut NYT zwei Apple-Mitarbeiter – die natürlich nicht genannt werden wollen.

Beats Music wird nicht günstiger als die Konkurrenz

Aus dieser Quelle stammt auch die ebenfalls noch geheime Info, dass Apple mit dem neuen Angebot – anders als ursprünglich geplant – die Konkurrenz preislich nicht wird unterbieten können. Der iTunes-Anbieter hat demnach vergeblich versucht, die Musikindustrie auf niedrigere Lizenzkosten einzuschwören, wodurch ein Monatspreis von etwa acht Dollar – statt zehn wie etwa bei Spotify und Rdio – möglich gewesen wäre. Die kleine aber feine Differenz von zwei Dollar hätte eine Menge ausgemacht. Aber: Apples Gewicht bei der Musikindustrie hat abgenommen.

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