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Bericht: FBI knackt gesperrtes iPhone 11 Pro Max mit Hacker-Box

Diese Hacker-Box soll selbst das iPhone 11 Pro Max knacken.
Diese Hacker-Box soll selbst das iPhone 11 Pro Max knacken.

In einem Ermittlungsfall ist es dem FBI wohl gelungen, ein iPhone 11 Pro Max zu entsperren – und zwar mit einer Hacker-Box und ohne Unterstützung Apples. Das wirft die Frage auf, warum die US-Behörden in einem aktuellen Fall Druck auf Apple ausüben, beim Entsperren deutlich älterer iPhone-Modelle zu helfen.

Im vergangenen Jahr sollen FBI-Ermittler in einem Fall in Ohio einen Durchsuchungsbefehl vollstreckt und die Liegenschaften eines Tatverdächtigen untersucht haben, berichtet Forbes (via AppleInsider). Unter den sichergestellten Gegenständen habe sich auch Apples aktuelles Topmodell befunden, das iPhone 11 Pro Max. Ohne Mithilfe Apples sei es den Ermittlern der US-Sicherheitsbehörde gelungen, das mit einem Code versehen iPhone 11 Pro Max zu entsperren. Zum Einsatz sei stattdessen ein alter Bekannter gekommen – die Hacker-Box GrayKey.

Hacker-Box soll jedes iPhone knacken

Ein Untersuchungsbefehl vom 30. Oktober enthüllt, dass das FBI im Besitz eines USB-Speichermediums mit einer von "GrayKey hergeleiteten, forensischen Analyse" des fraglichen iPhones sei. Übersetzt: Dabei handelt es sich um eine kleine Box, die vor allem von Behörden gekauft und eingesetzt wird. Sie verspricht das Abgreifen von Inhalten eines jeden iPhones, auch wenn dieses mit einem Code gesperrt ist.

Apple weigert sich weiterhin, beim Entsperren von iPhones zu helfen

Sollte es den Ermittlern tatsächlich mithilfe der Hacker-Box gelungen sein, Apples aktuelles Flaggschiff zu entsperren, dann dürfte das auch in einem aktuellen Fall gelingen, bei dem es um deutlich ältere Modelle geht – das iPhone 5 und das iPhone 7. Hier forderte das FBI Apple in der vergangenen Woche auf, bei der Aufklärung eines Anschlags auf eine US-Marinebasis in Florida mitzuhelfen und die entsprechendes iPhones des Täters zu entsperren.

Wie üblich lehnte Apple diese Forderung ab, was jüngst auch US-Präsident Donald Trump auf den Plan gerufen hat, der auf Twitter an den Hersteller appelliert und um Unterstützung bittet. Schon in der Vergangenheit machte Apple jedoch klar, dass der Datenschutz oberste Priorität genieße und man aus diesem Grund auch keine Hintertür in die iPhone-Software einbaue, mit der das iPhone entsperrt werden könne.

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