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Besorg Dir endlich Windows 10!

Windows 10 mit Startmenü auf einem Laptop
Windows 10 wird die letzte Windows-Version sein – also brauchst Du nur noch dieses eine Upgrade. Bild: © Microsoft 2019

Nach dem Support-Ende von Windows 7 geht wieder die große Diskussion los. Warum muss ich auf Windows 10 updaten? Ganz einfach: Wer sich keinen Virus einfangen will, besorgt sich das Update. Für Ausreden und Nörgelei fehlt mir jedes Verständnis.

Wir wussten alle, dass es passieren würde. Schon im Januar 2015 berichteten wir, dass Microsoft das Support-Ende für Windows 7 für den 14. Januar 2020 plant. Systemupdates wurden damals schon eingestellt, heute kann Microsoft die Sicherheit des Systems nicht länger garantieren. Wer also weiterhin Windows 7 nutzt, der tut das mit einem gesteigerten Risiko, sich Viren, Trojaner und sonstige Malware einzufangen.

Windows 10 hat Vorzüge wie automatische, in der Regel unaufdringliche Updates. Auch hat Microsoft es als letzte Version des Betriebssystems vorgesehen, es wird also kein weiterer Wechsel mehr nötig sein. Zwar musst Du noch den Aufwand betreiben, auf Windows 10 umzusteigen, aber dann hast Du Ruhe. Microsoft bietet schon seit Jahren ein kostenloses Update auf Windows 10 an und inoffiziell funktioniert es noch immer.

"Man sollte Dich auf eine einsame Insel verschiffen"

Von daher sehe ich es nicht ein, wenn sich die Leute weigern, auf Windows 10 umzusteigen. Das gilt umso mehr, je wichtiger die Systeme sind, auf denen noch Windows 7 läuft – vor allem Unternehmen und Behörden sollten sich einen Ruck geben. Eigentlich hatten sie jahrelang Zeit, sich und ihre Organisation auf das benötigte Update vorzubereiten. Jeder Unternehmer hätte den Umstieg schon vor Ewigkeiten einkalkulieren können.

Die Upgrade-Weigerung war bereits beim Ende des Windows-XP-Supports ein großes und zunehmendes Problem. Wie der Technik-Journalist Jason Perlow im Jahr 2017 auf ZDNet schrieb: "Wenn Du noch XP verwendest, bist Du das Endnutzer-Gegenstück zu einem Impfgegner. Du bist eine Bedrohung für die Gesellschaft und jeden um Dich herum. Du bist ein wandelnder Malware-Überträger. Man sollte Dich auf eine einsame Insel ohne Internetzugang verschiffen, wo Du Dich alleine durchschlagen musst, damit Du niemanden infizieren kannst."

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Windows XP wurde mit der Zeit zu einem erheblichen Sicherheitsrisiko. Bild: © Reuters / Bobby Yip - stock.adobe.com 2020

Wie Perlow weiter ausführte, sollte ein leitender IT-Beauftragter, der 2017 noch Windows XP oder Windows Server 2003 und SQL Server 2005 einsetzte, entlassen werden und nie wieder in der Computerbranche arbeiten dürfen. Am Wochenende zuvor hatte eine Cryptoware-Malware Windows-XP-Computer der britischen Gesundheitsbehörde infiziert – eine lebensgefährliche Gefahr für die Patienten.

Und das, obwohl die Behörde seit Jahren vor eben dieser Gefahr gewarnt worden war. Perlow verwies auch auf medizinische Geräte wie Röntgenmaschinen, die mit Windows-XP-Systemen verbunden waren. Eine Malware-Infektion hätte eine tödliche Strahlendosis für den nächsten Patienten bedeuten können.

Manche haben einfach keinen Bock

Microsoft hatte 2016 mit aufdringlichen Update-Hinweisen und einer automatischen Update-Planung für Unmut gesorgt. Die Rede war von einem "Zwangs-Update" und die Emotionen kochten hoch. Obgleich es gerechtfertigt war, die Methoden von Microsoft anzukreiden, so wurde ich damals schon bleich im Gesicht angesichts der "Argumente", die manche Nutzer grundsätzlich gegen ein Windows-10-Upgrade anführten.

Im Kern hatten viele einfach keine Lust, auf ein neues Betriebssystem umzusteigen. Sie wollten in Ruhe gelassen werden und wie gewohnt Windows 7 oder gar Windows XP nutzen. Ihr Alltag sollte nicht durch die lästige Aufgabe unterbrochen werden, sich mit einem neuen Betriebssystem befassen zu müssen. Aber so funktioniert das nun einmal nicht mit IT-Systemen. Außerdem: Was machen solche Leute eigentlich, wenn ein Blitz in ihr Haus einschlägt? Keinen Bock, die Feuerwehr zu rufen?

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Kein Bock ist keine Ausrede. Bild: © Adobe Stock / pathdoc 2020

Die Entwickler von Schadsoftware rüsten auf und die Systementwickler müssen mitrüsten. Ferner gibt es nützliche Weiterentwicklungen, die zahlreichen Anwendern zugutekommen – darunter die höhere Geschwindigkeit von Windows 10, Touch-Unterstützung, Benachrichtigungen und eine bessere Integration von OneDrive.

Besorge Dir einfach das Upgrade

Wenn jemand heute noch herumnörgelt, dass er ein neues Betriebssystem installieren muss, dann denke ich immer an einen Steinzeitmenschen, der missmutig die ersten Bronzezeit-Werkzeuge betrachtet. "Warum bleiben wir nicht einfach bei Stein? Stein hat uns immer schon gut gedient. Wer braucht dieses Bronze?"

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Steinzeitmenschen haben auch irgendwann ein Upgrade auf Bronze durchgeführt. Bild: © Adobe Stock / Gorodenkoff 2020

Oder ich stelle ihn mir wie einen betrunkenen Cowboy vor, der im Schaukelstuhl auf seiner Veranda hin und her wippt und mürrisch die neu gebauten Zuggleise vor seinem Haus betrachtet. Als die erste Dampflock vorbeifährt, wirft er fluchend seine Whisky-Flasche zu Boden. "Sind Pferde etwa nicht mehr gut genug für euch?"

Ich muss auch an die Inkas denken, von denen manche durch ihren extrem bürokratisierten und durchgetakteten Staat geistig so stagniert waren, dass sie die Spanier einfach gewähren ließen, als sie ihr Reich eroberten. Ich stelle mir einen Inka vor, der gleichgültig auf dem Boden seines Hauses sitzt, während die spanischen Soldaten auf ihn zu marschieren. "Ist doch egal. Was auch immer. Ich habe keine Lust auf Windows 10."

Oder um es kurz zu machen: Wer 2020 immer noch mit Windows 7 arbeitet, sollte sich spätestens jetzt einen Ruck geben und das Update durchführen. Im folgenden Ratgeber erklären wir, wie das sogar kostenlos geht:

Windows 10-Update kostenlos downloaden: So geht's immer noch

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