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Bill Gates: Aus diesem Grund ist Windows Mobile gescheitert

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Laut Bill Gates hätte Windows Mobile Android schlagen können.

Ohne die kartellrechtlichen Ermittlungen gegen Microsoft hätte Windows Mobile Android schlagen können. Das sagte Bill Gates auf der DealBook Conference in New York. Durch den Gerichtsprozess war Gates seiner Ansicht nach zu sehr abgelenkt und verpasste einen entscheidenden Deal.

Letztlich nutzen wir heute aus einem Grund Android- statt Windows-Mobile-Smartphones: Weil das US-Justizministerium und 19 Bundesstaaten ab Mai 1998 mit einer Antitrust-Klage gegen Microsoft vorgingen. Das glaubt jedenfalls Bill Gates, der auf der DealBook Conference der The New York Times (via The Verge) sagte: "Es besteht kein Zweifel, dass die Antitrust-Klage schlecht für Microsoft war und wir hätten uns mehr auf die Programmierung eines Smartphone-Betriebssystems konzentriert, sodass wir heute Windows Mobile statt Android nutzen würden."

"Wir haben das wegen der Ablenkung versemmelt"

Das Problem bestand laut Gates vor allem darin, dass er durch den Prozess zu sehr vereinnahmt wurde. "(...) Wir waren so nahe dran, ich war einfach zu abgelenkt. Wir haben das wegen der Ablenkung versemmelt." Angeblich hatte es Microsoft verpasst, Windows Phone auf einem besonders wichtigen Motorola-Smartphone zu installieren. "Jetzt hat niemand je von Windows Mobile gehört, aber was soll's. Das sind ein paar hundert Milliarden hier oder da."

"Einer der größten Fehler aller Zeiten"

Im Juni hatte Gates bei einem Gespräch mit Eventbrite-CEO Julia Hartz erklärt, er habe "einen der größten Fehler aller Zeiten" begangen. Er machte sich selbst für den Siegeszug von Android und den Untergang von Windows Phone verantwortlich. Damals hatte er aber noch nicht erläutert, wie es dazu kommen konnte.

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