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Bionischer BH passt sich automatisch der Bewegung an

Eine Nachricht, die sportbegeisterte Frauen jubeln lassen wird: Ein bionischer BH reagiert auf Körperbewegungen.
Ein bionischer BH soll das Sporttreiben für Frauen noch angenehmer machen.
Ein bionischer BH soll das Sporttreiben für Frauen noch angenehmer machen. (©picture alliance / blickwinkel / M 2014)

Für Männer ist es so einfach: Sportklamotten anziehen und losjoggen. Frauen hingegen müssen dafür erst den Sport-BH aus dem Schrank holen – und der ist meistens entweder bequem oder nützlich, aber selten beides. Ein bionisches Modell aus Australien soll bald die BH-Revolution einläuten.

Seit stolzen 15 Jahren basteln Forscher der Universität von Wollongong in Australien am bionischen BH, der auf die Körperbewegung seiner Trägerin reagiert. Wie die offizielle Pressemitteilung klarstellt, ist die Entwicklung noch nicht einmal abgeschlossen, denn marktreif ist der Bionik-BH noch nicht.

Bewegt sich die Trägerin, bewegt sich der BH mit

Dank verbauter Sensoren und Aktoren registriert der intelligente BH Bewegungen und passt seine Form entsprechend an. Bei höherer körperlicher Belastung, etwa beim Joggen, zieht er sich zusammen, in Ruhephasen entspannen sich die Fasern. Das soll für mehr Tragekomfort sorgen. Und gut für die Gesundheit der Trägerin ist er auch: Laut Professorin Julie Steele, Leiterin der Abteilung zur Brustforschung BRA, verhindere der bionische BH durch seine Anpassungsfähigkeit körperliche Beschwerden wie Gefühllosigkeit in den Fingerspitzen oder Schmerzen in Hals und Rücken. Die rühren daher, dass schlecht sitzende Sport-BHs oftmals Nerven abklemmen.

Bionisch, aber nicht waschmaschinenfest

Beginnt damit ein neues Zeitalter der BH-Forschung? Noch nicht ganz, denn für den alltäglichen Einsatz ist der bionische BH bislang nicht geeignet. Wegen seiner elektronischen Sensortechnik kann man ihn nicht einfach in die Waschmaschine stecken. Das sei, so Professorin Steele, die nächste große Herausforderung für das Forscherteam: Die intelligente High-End-Technologie in ein funktionierendes Gebrauchsprodukt zu integrieren.

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