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Apple Music: Programm könnte Flüche in Songs ausblenden

Apple will junge Musikhörer offenbar noch stärker vor Schimpfwörtern schützen.
Apple will junge Musikhörer offenbar noch stärker vor Schimpfwörtern schützen. (©YouTube/Apple )

Apple hat angeblich eine neue Technologie entwickelt, mit der Schimpfwörter in Songs automatisch ausgeblendet werden können. Will der Konzern den Streaming-Dienst Apple Music etwa zensieren?

Apple hat offenbar eine Technik entwickelt, die Flüche in Liedern automatisch erkennen und sofort ausblenden kann. Das berichtet die Webseite Music Feed unter Berufung auf eine Patentanmeldung des Konzerns vom September 2014 mit dem Namen "Organisieren, Ersetzen und Entfernen von expliziten Texten während des Audio-Playbacks". Ein Programm soll demnach automatisch Songs nach Schimpfwörtern absuchen und anstößige Textzeilen zensieren.

Beats 1 spielt bereits nur zensierte Songs

Möglich scheint etwa ein komplettes Streichen oder Überpiepen der Flüche – wie es bei vielen Clean-Versionen von Songs bereits der Fall ist – oder das Ersetzen durch andere Wörter. Alternativ könnten die schlimmen Wörter auch übergangslos durch Hintergrundmusik übertönt werden. Die Zensur-Technologie soll offenbar kontinuierlich jedes Wort eines Liedes mit einer Textdatenbank abgleichen und bei Bedarf einschreiten. Auch bei Hörbüchern könnte die Technik angewendet werden.

Dass Apple plötzlich alle Songs bei Apple Music oder iTunes zensieren wird, ist allerdings nicht sehr wahrscheinlich – hier dürfte es weiterhin Clean- und Explicit-Versionen geben. Allerdings spielt der Apple-Radiosender Beats 1 bereits seit dem Start im Juni 2015 nur zensierte Versionen von Songs. Die neue Technik könnte aber sehr wohl dazu genutzt werden, um iOS-Einschränkungen für junge Apple-Nutzer noch effektiver umzusetzen und Alterseinschränkungen für Songs noch genauer zu machen.

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