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Bixby 2.0: Samsung stellt erweiterten Sprachassistenten vor

Bixby 2.0 soll unser digitales Leben erobern.
Bixby 2.0 soll unser digitales Leben erobern. (©TURN ON 2017)

Nach dem etwas unglücklichen Start der Sprachsoftware Bixby will Samsung mit Bixby 2.0 die Neuerfindung seines smarten Assistenten einleiten. Das System soll in Zukunft auf allen nur erdenklichen Samsung-Geräten laufen.

Die im Frühjahr 2017 erfolgte Einführung des digitalen Sprachassistenten Bixby gestaltete sich für Samsung gelinde gesagt etwas holprig. Zu viele Kernfunktionen fehlten nach dem Launch und noch immer versteht und spricht Bixby die meisten Sprachen nicht. Dennoch setzt der Konzern weiterhin große Hoffnungen in seine smarte Software und will mit dieser eine ernst zu nehmende Konkurrenz zum Google Assistant und zu Amazon Alexa aufbauen. Mit Bixby 2.0 hat Samsung nun die zweite Stufe des Sprachassistenten in einem Blogbeitrag vorgestellt und die Ambitionen könnten größer kaum sein.

Mit Bixby 2.0 soll alles neu und besser werden

Bixby 2.0 soll laut Samsung nicht weniger werden, als eine "kühne Neuerfindung der Plattform". Der Sprachassistent soll in Zukunft auf allen Produkten von Samsung verfügbar sein: angefangen beim Smartphone, über den Smart TV bis hin zu Lautsprechersystemen und sogar Kühlschränken. Entwickler sollen dadurch die Möglichkeit erhalten, Software zu programmieren, die auf all diesen Geräten per Sprachsteuerung funktioniert und dem Nutzer zur Verfügung steht. Ein Beta-Programm für Drittentwickler soll dabei schon in Kürze starten.

Die Ambitionen, die Samsung mit Bixby hegt, sind keineswegs völlig verfehlt. Als weltweit größter Hersteller von Unterhaltungselektronik und als eines der führenden Unternehmen im Bereich der sogenannten Weißen Ware ist Samsung in einigen Ländern in beinahe jedem Haushalt präsent. Der Schritt, die Millionen von Nutzern auch mit einer eigenen Software-Plattform abzuholen, ist deshalb nur logisch.

Samsung hat gewaltigen Nachholbedarf

Allerdings ist der Rückstand, den Samsung in diesem Segment gegenüber Google hat, wirklich gewaltig. Die Sprachsoftware Bixby funktioniert beispielsweise bislang nur in Englisch und Koreanisch und hat auch dabei längst nicht die Komplexität und den Funktionsumfang des Google Assistant. Für Nutzer in Deutschland ist Bixby auf dem Smartphone aktuell nicht mehr als eine Sammlung von Infokarten. Wenn Bixby 2.0 nicht ein ähnlicher Reinfall werden soll, wie die erste Inkarnation der Software, dann muss Samsung mehr zu bieten haben, als kühne Visionen von der vernetzten Zukunft.

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