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Blackberry will keine eigenen Smartphones mehr entwickeln

Geräte wie das Blackberry Passport wird es wohl nie wieder geben.
Geräte wie das Blackberry Passport wird es wohl nie wieder geben. (©BlackBerry 2015)

Die Zeiten von Blackberry als Smartphone-Hersteller sind endgültig vorbei. In Zukunft möchte der Konzern keine eigenen Geräte mehr entwickeln, sondern die Hardware-Entwicklung komplett auslagern.

Die Zeit von Blackberry als Smartphone-Hersteller neigt sich unaufhaltsam ihrem Ende zu. Nachdem das Unternehmen bereits seit 2015 das eigene Betriebssystem Blackberry 10 auf dem Abstellgleis geparkt hatte und seither auf Android setzt, steht nun auch die Hardware-Entwicklung auf der Streichliste. Schon in absehbarer Zukunft soll die komplette Entwicklung und Produktion neuer Hardware komplett ausgelagert werden, wie CEO John Chen laut ReCode am Mittwoch bei der Vorstellung des aktuellen Geschäftsberichts verkündet hat.

Schon das letzte Blackberry war kein echtes Blackberry mehr

Bereits das vor wenigen Wochen veröffentlichte Android-Smartphone Blackberry DTEK 50 wurde im Auftrag des Unternehmens vom französischen Hersteller Alcatel entwickelt und hergestellt. Lediglich ein Großteil der Software stammt von Blackberry. Dieses Geschäftsmodell möchte der kanadische Konzern offenbar auch in Zukunft fortführen und sich vornehmlich auf Software-Entwicklung und Sicherheitslösungen konzentrieren.

Das im letzten Jahr vorgestellte Blackberry Priv dürfte damit wohl als das letzte "echte" Blackberry in die Geschichte eingehen, wobei der Hersteller bereits bei diesem Modell erstmals auf das Android-Betriebssystem gesetzt hatte. Smartphones wie das DTEK 50 könnte es hingegen auch in Zukunft noch geben, allerdings werden diese Geräte nur noch wenig mit den "alten" Blackberry-Devices gemeinsam haben. Im Gegenzug wäre es aber auch denkbar, dass das Unternehmen in Zukunft Software- und Sicherheitslösungen für andere Smartphone-Hersteller anbietet.

Niedergang als Hardware-Hersteller

Wie dramatisch der Niedergang von Blackberry als Hardware-Hersteller wirklich ist, zeigt eine aktuelle Grafik von Statista. Noch 2009 hatte der Hersteller einen Marktanteil von 20,7 Prozent am weltweiten Markt – eine Zahl, die selbst heute nur von Samsung übertroffen wird. Im zweiten Quartal 2016 lag der Wert hingegen nur noch bei 0,1 Prozent.

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