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Britischer Geheimdienst rekrutiert Schüler als Code-Knacker

Mit einer App will das britische GCHQ Schüler als Code-Knacker rekrutieren. Der Geheimdienst wurde wegen Abhöraktionen zuletzt wiederholt kritisiert.
Cryptoy vermittelt auf spielerische Weise die Kunst des Code-Knackens.
Cryptoy vermittelt auf spielerische Weise die Kunst des Code-Knackens. (©GCHQ 2014)

Der britische Geheimdienst GCHQ rekrutiert Schüler als Code-Knacker, sozusagen im Auftrag ihrer Majestät. Dafür hat man eigens eine Android-App namens Cryptoy entwickelt und heute zu Schulungszwecken vorgestellt.

Dass ehemalige Hacker als Sicherheitsfachleute rekrutiert werden, ist mittlerweile Normalität. Dass auch Schüler durch spielerischen Umgang die Kunst des Code-Knackens erlernen sollen, verwundert allerdings. Vor allem, wenn dahinter ganz offiziell der britische Geheimdienst GCHQ steckt.

Cryptoy lehrt die Kunst des Code-Knackens

Das Government Communications Headquarter hat am Freitag die App Cryptoy für Android-Tablets vorgestellt. Eine iOS-Version für iPads ist für 2015 geplant. Die Anwendung wurde für 14- bis 16-jährige Schüler entwickelt. Mit der App sollen sie die grundlegenden Verschlüsselungstechniken auf spielerische Art und Weise lernen. Die Schüler können selber verschlüsselte Nachrichten erstellen und via Social Media miteinander teilen.

GCHQ sorgte zuletzt für reichlich Kontroverse

Robert Hannigan, der Direktor des GCHQ, sieht den Sinn der App vor allem darin, die Cybersicherheit in Großbritannien auch in Zukunft aufrechtzuerhalten. Das GCHQ stand zuletzt immer wieder in Kritik, weil unter anderem G20-Politiker und Überseekabel abgehört worden sein sollen.

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