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Canon macht bei der DSLR EOS 250D Drittanbieter-Blitze inkompatibel

Bei der Einsteiger-DSLR Canon EOS 250D fehlt der mittlere Kontakt für Drittanbieter-Blitze.
Bei der Einsteiger-DSLR Canon EOS 250D fehlt der mittlere Kontakt für Drittanbieter-Blitze.

Die Suche nach einem günstigen Aufsteckblitz für die Einsteiger-DSLRs Canon EOS 250D und EOS 2000D dürfte schwierig werden. Canon hat nämlich bei diesen Kameras den mittleren Kontakt für den Blitz weggelassen und so den Einsatz von Drittanbieter-Blitzen unmöglich gemacht.

Im Blitzschuh der beiden digitalen Spiegelreflexkameras fehlt der Center Pin. Dieser dient schon seit Jahrzehnten bei Canon-Kameras zum Auslösen des Blitzes, wie Petapixel via notebookcheck.com schreibt. Dank dieses Pins können auch Drittanbieter-Aufsteckblitze ausgelöst werden. Ohne den Kontakt sind nur noch Blitze mit den proprietären Pins von Canon kompatibel, also Aufsteckblitze von Canon selbst.

Mangelnder Pin wurde zufällig entdeckt

Die Blitze von Canon sind in der Regel deutlich teurer als Drittanbieter-Exemplare. Ursprünglich hatte der YouTuber Michael The Maven den Wegfall des Center Pins zufällig bemerkt, Canon hängt diese Neuerung bei ihren Einsteiger-DSLRs also nicht an die große Glocke. Michael empfiehlt stattdessen den Kauf der Systemkamera Canon EOS M50 aus demselben Preisbereich, die weiterhin den Pin für Drittanbieter-Blitze bietet.

DSLR-Einsteiger müssen für Ansteckblitze draufzahlen

Aktuell ist die EOS M50 (Body) für 550 Euro zu haben, wobei die EOS 250D ohne Pin dasselbe kostet. Die EOS 2000D gibt es im Kit mit Objektiv schon für rund 370 Euro. Sparfüchse mit Interesse an einem Aufsteckblitz werden also besonders von Canon zur Kasse gebeten, bei teureren Kameras ist der mittlere Kontakt noch an Bord. Die Einschätzung von Michael The Maven hat im Internet viel Anklang gefunden: "Canon baut zukünftige Frustrationen in seine Kameras ein. (...) Kunden von hunderten Zubehörteilen auszuschließen (...) halte ich für ganz schön daneben."

Das sagt Andreas:
Da hat sich Canon mitten in die Brennnesseln gesetzt. Auch DSLR-Einsteiger, die sich sowieso nie einen Aufsteckblitz gekauft hätten, fühlen sich nun verschaukelt. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass Canon nicht in der Lage gewesen wäre, die beiden Kameras zu diesen günstigen Preisen anzubieten, hätte der Hersteller auf den Kniff verzichtet. Man weiß es nicht. Die (potenziellen) Kunden äußern nun jedenfalls in großer Zahl ihren Unmut über die Kompromisslösung und so wird sich Canon für zukünftige Modelle wohl etwas anderes ausdenken müssen.
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