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Celebgate: iCloud-Hack war nicht die Schuld von Apple

Eines der bekanntesten Opfer von Celebgate: Jennifer Lawrence.
Eines der bekanntesten Opfer von Celebgate: Jennifer Lawrence. (©picture alliance / AP Images 2016)

Im August 2014 sorgte ein iCloud-Hack und das sogenannte Celebgate für reichlich Wirbel in der US-Promiwelt. Hunderte Fotos – hauptsächlich von teilweise nackten Schauspielerinnen – tauchten später im Internet auf. Laut US-Staatsanwaltschaft trägt Apple aber anscheinend keine Schuld an dem Vorfall.

Nach dem großen iCloud-Hack vom Sommer 2014 hat sich mittlerweile ein US-Amerikaner schuldig bekannt. Wie TechCrunch unter Berufung auf Ermittlungsunterlagen berichtet, ist Apple nach Ansicht der Staatsanwaltschaft aber nicht für den Vorfall mitverantwortlich. So sei der iCloud-Dienst von Apple keiner Brute Force-Attacke zum Opfer gefallen, was viele Beobachter vermutet hatten. Apple selbst hatte stets erklärt, dass die Ursache für die geleakten Nacktfotos der Promis vermutlich eine Phishing-Attacke gewesen sei. Dennoch verbesserte der Konzern im Anschluss die Sicherheitsvorkehrungen bei seinem Cloud-Dienst.

Promis fielen auf Phishing-Mails herein

Aus den Gerichtsunterlagen geht nun hervor, dass der iCloud-Hacker wohl tatsächlich Phishing-Mails direkt an die betroffenen Promis geschickt hatte, in denen der Anschein erweckt wurde, es handle sich um offizielle Mails von Apple oder Google. Die Hack-Opfer wurden darin dazu aufgefordert, ihre Login-Daten einzugeben, da ihre Accounts möglicherweise gefährdet seien. Offenbar befolgten viele Promis diese Aufforderung und der Hacker konnte sich so Zugang zu ihren iCloud-Konten oder Gmail-Accounts verschaffen.

Insgesamt soll der Hacker mehr als 120 Konten bei Gmail und iCloud geknackt haben – darunter vielleicht auch die Accounts von Promis wie Jennifer Lawrence, Mary Elizabeth Winstead, Kate Upton oder Kaley Cuoco.

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