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Chinesen behaupten: Apple hat iPhone 6-Design geklaut

Apple verteidigt seine Designs gerne mit Patentprozessen. Beim iPhone 6 dreht ein chinesisches Unternehmen den Spieß nun um.
Hat Apple das Design des iPhone 6 tatsächlich abgekupfert?
Hat Apple das Design des iPhone 6 tatsächlich abgekupfert? (©CC: Flickr/Kārlis Dambrāns 2014)

Apple ist bekannt dafür, seine Designs gerne auch mit Patentprozessen zu schützen. Ein chinesisches Unternehmen dreht den Spieß nun um: Der Hersteller Digione behauptet, dass Cupertino beim Aussehen des iPhone 6 von seinem Android-Smartphone 100+ V6 abgekupfert habe.

Wie Cult of Mac berichtet, veröffentlichte das chinesische Unternehmen Digione am Dienstag einen Brief auf der Webseite Weibo, in dem Apple eine Urheberrechtsverletzung vorgeworfen wird. Das Anwaltsschreiben wurde Apple anscheinend bereits Anfang September zugestellt. Darin behauptet Digione, dass der Konzern aus Cupertino mit dem Design des iPhone 6 ein chinesisches Patent von Anfang 2014 verletzt habe. Konkret geht es um das wenig bekannte chinesische Android-Smartphone 100+ V6.

Chinesisches Smartphone ähnelt dem iPhone 6

Und tatsächlich sieht das fragliche Android-Handy aus dem Reich der Mitte dem iPhone 6 von Apple recht ähnlich. Wie der Bestseller aus Kalifornien ist das 100+ V6 sehr flach und hat abgerundete Ecken. Sogar die Position der Hörmuschel erinnert an das Smartphone aus Cupertino. Anstelle des iPhone 6-Homebuttons sind beim chinesischen Handy allerdings die drei bekannten Android-Knöpfe vorzufinden. Auch sonst unterscheidet sich das 100+ V6 in einigen Punkten vom iPhone 6. So sitzt der Blitz der Frontkamera unter der Linse, Power- und Lautstärke-Buttons sind auf der rechten Seite und der Lautsprecher ist auf dem Rücken des Smartphones angebracht.

Digione will offenbar Vergleich mit Apple erzwingen

Das Low-End-Smartphone ist in China für umgerechnet 130 Dollar bereits seit Mai 2014 zu haben. Apple hat bislang anscheinend nicht auf das Anwaltsschreiben aus China reagiert – weswegen Digione den Brief nun öffentlich machte. Ob sich der kalifornische Konzern jedoch wirklich auf einen Vergleich einlässt, scheint mehr als fraglich.

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