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Chrome braucht zukünftig mehr Arbeitsspeicher – und das ist der Grund

Die Performance von Chrome könnte unter den neuesten Patches leiden.
Die Performance von Chrome könnte unter den neuesten Patches leiden. (©Google 2016)

Der beliebte Chrome-Browser von Google könnte in Zukunft einige Rechner verlangsamen. Grund sind einige gefixte Sicherheitslücken, die den RAM-Bedarf des Browsers deutlich erhöhen. 

Falls der Chrome-Browser auf Deinem Rechner in Zukunft nicht mehr ganz so flott arbeitet wie bisher, könnte das an einem neuen Update liegen. In der aktuellsten Version des Webbrowsers haben die Entwickler nämlich die Sicherheitslecks in Zusammenhang mit den Prozessor-Sicherheitslücken Meltdown und Spectre gefixt. Dies hat Google selbst in einem Blog-Beitrag mitgeteilt.

Chrome braucht zukünftig zehn Prozent mehr RAM

Was zunächst einmal sehr positiv klingt, hat aber auch einen handfesten Nachteil. Damit der Fix funktioniert, mussten die Entwickler nämlich einige der Prozesse, nach denen der Browser arbeitet, verändern. So benötigt beispielsweise das Rendern von Webseiten nun mehr Arbeitsspeicher. Die Performance-Einbußen sollen bei etwa zehn Prozent liegen.

Betroffen sind sämtliche Desktop-Versionen von Chrome. Windows-Nutzer müssen also ebenso in den sauren Apfel beißen wie Mac-Besitzer und Linux-User. Vor allem auf Systemen mit kleinem RAM-Speicher könnte sich der größere Hardware-Hunger von Chrome durchaus bemerkbar machen. Immerhin gehört der Google-Browser ohnehin nicht gerade zu den genügsamsten Programmen, wenn es um Arbeitsspeicher geht.

Bei Google ist man sich der Problematik natürlich bewusst und arbeitet nach eigenen Angaben schon daran, den RAM-Bedarf von Chrome mit zukünftigen Updates wieder zu senken. Bleibt nur zu hoffen, dass dies nicht allzu lange dauert.

Meltdown und Spectre machen fast alle Computer angreifbar

Die Sicherheitslücken Meltdown und Spectre wurden Ende 2017 entdeckt und erlauben Angriffe auf Intel- und AMD-Prozessoren, wie sie in beinahe allen modernen Computern eingesetzt werden. Die Chip-Hersteller haben in den vergangenen Monaten eng mit Software- und Hardware-Entwicklern wie Google, Microsoft und Apple zusammengearbeitet, um die Lücken zu schließen.

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