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CIMON-2: Dieser KI-Assistent hilft an Bord der ISS

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ESA-Astronaut Luca Parmitano mit dem KI-Assistenten CIMON-2 auf der ISS. Bild: © ESA/DLR/NASA 2020

Die künstliche Intelligenz CIMON-2 hat ihren Einstand auf der ISS erfolgreich gemeistert. Der KI-Assistent fliegt durch die internationale Raumstation und unterhält sich mit den Astronauten. Er hilft bei der Dokumentation von wissenschaftlichen Experimenten und erforscht die Auswirkungen von Stress und Isolation auf Langzeitmissionen.

Eine künstliche Intelligenz (KI) auf einer Raumstation – aus Science-Fiction-Filmen wie "2001: Odyssee im Weltraum" ist das schon lange bekannt. Auf der ISS ist es jetzt Wirklichkeit geworden. Im Gegensatz zu HAL 9.000 kann CIMON-2 aber nicht die Station kontrollieren, sondern begnügt sich mit einfacheren Aufgaben. Die Astronauten können ihm befehlen, zu einem beliebigen Ort in der Station zu fliegen. Das erledigt CIMON-2 dann automatisch und nimmt in dem jeweiligen Bereich Fotos und Videos auf. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt hat bekanntgegeben, dass die KI ihre ersten Tests erfolgreich bewältigt hat und nun drei Jahre auf der ISS bleiben darf.

CIMON-2 fliegt durch die Station und knipst Fotos

Fliegen kann der KI-Assistent aufgrund der fehlenden Schwerkraft in der Raumstation und dank zwölf Rotoren. Er hat bei seinen Touren sozusagen beide Hände frei und kann mittels Sprachsteuerung auf Dokumente und Medien zugreifen. In erster Linie erledigt CIMON-2 Routineaufgaben, sucht auf Wunsch etwa nach Objekten, kümmert sich um die Inventarisierung und dokumentiert Experimente.

Empathischer Umgang mit den Astronauten

Die Astronauten können zudem eine sogenannte linguistische Emotionsanalyse aktivieren, dann reagiert CIMON-2 empathisch auf seine Gesprächspartner. Statt "Es tut mir leid, Dave, aber das kann ich nicht tun" ist eher ein "Aber gern, Dave" zu hören. Die KI soll helfen, die Auswirkungen von Stress und Isolation auf den langen Missionen der Astronauten zu erforschen und zu mindern. CIMON-2 wurde in Deutschland entwickelt und gebaut. Sein Name ist der japanischen Science-Fiction-Serie "Captain Future" entlehnt, in der der Roboterassistent "Professor Simon Wright" als "fliegendes Gehirn" den Raumfahrern beisteht.

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