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Circus Roncalli setzt auf virtuelle Tiere

Im Circus Roncalli laufen keine lebendigen, sondern virtuelle Tiere durch die Manege. Direktor Bernhard Paul verzichtet in seinem Zirkus auf ausgetüftelte Dressur und setzt stattdessen auf knifflige Hologramm-Technik.

Zwei Jahre Planung und rund 300.000 Euro hat Circus Roncalli der Umstieg von echten auf virtuelle Tiere gekostet. Das verrät Direktor und Mitbegründer Bernhard Paul in einem Interview mit der Hamburger Wochenzeitung Die Zeit. Das Ergebnis: eine 360-Grad-Holographie mitten im Zirkusrondel.

Virtuelle Elefanten, Pferde und Goldfische

Möglich wird dies durch insgesamt elf Laserbeamer, welche die in 3D-animierten Tiere auf ein transparentes Netz vor den Augen der Zuschauer projizieren. So gelingt es, dass ein virtueller Elefant mitten in der Manege einen Handstand wagt, eine Herde Pferde herum galoppiert und ein Goldfisch durch das Zelt schwimmt.

Tatsächlich begann der Abschied von Tiernummern für den Circus Roncalli bereits in den 1990er-Jahren. Nach und nach reduzierte Direktor Paul den Einsatz von Vierbeinern auf Tournee. "Das Problem mit der Tierhaltung würde in den nächsten Jahren nur größer werden", sagt er im Gespräch mit der Zeit. In Städten würden Zirkusse immer weniger Platz zugesprochen bekommen und lange Staus auf den Autobahnen  seien ebenfalls ein Problem.

Der Circus Roncalli ist mit der "Storyteller: Gestern-Heute-Morgen“-Tournee derzeit in Deutschland unterwegs und gastiert ab dem 7. Juni in Hamburg. Danach reist die Show durch weitere Städte in Norddeutschland. Neben den Hologrammen sind natürlich auch klassische Akrobaten, Artisten und Clowns zu sehen.

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