Code von iOS 9 geleakt: Wie sicher ist mein iPhone jetzt?

Code-Bestandteile des Bootvorgangs von iOS 9 könnten als Basis für das Ausnutzen von Sicherheitslücken dienen.
Code-Bestandteile des Bootvorgangs von iOS 9 könnten als Basis für das Ausnutzen von Sicherheitslücken dienen. (©YouTube/The Verge 2018)
Alexander Mundt Wartet weiterhin sehnsüchtig auf die ersten erschwinglichen OLED-TVs mit 65 Zoll aufwärts.

Mega-Leak bei Apple: Teile des Quellcodes von iOS 9 wurden offenbar veröffentlicht. Konkret handelt es sich um den besonders sensiblen Bootprozess. Der Code könnte nun dafür genutzt werden, Jailbreaks zu entwickeln oder Schwachstellen im System zu finden.

Aufgetaucht ist der angebliche Quellcode von iOS 9 auf der Entwickler-Plattform GitHub, berichten Motherboard und Redmond Pie. Der geleakte Code sei wohl Bestandteil von "iBoot". Die Funktion wiederum gewährleistet das sichere Booten des iPhones. Verbreitet wurde der Code zwar schon von einigen Monaten auf Reddit, doch dürfte er durch die Veröffentlichung auf GitHub noch einmal deutlich mehr Aufmerksamkeit erhalten. Gegenüber der Seite Motherboard betonten Sicherheitsexperten, dass der geleakte Code echt zu sein scheint.

iOS-9-Code könnte als Grundlage für Jailbreaks dienen

Aber: Da es sich bei iOS 9 schon um eine ältere Version des Apple-Betriebssystems handelt, muss der Leak keine Auswirkungen auf iOS 11.2.5 haben. Gleichwohl könne nicht ausgeschlossen werden, dass Fragmente aus der damaligen Veröffentlichung auch heute noch zum Einsatz kommen. Außerdem sind iPhones zusätzlich durch einen besonders abgesicherten Bereich geschützt, der sogenannten Secure Enclave. Die reale Gefahr für Angriffe dürfte somit eher gering sein. Dennoch machen Sicherheitsexperten darauf aufmerksam, dass etwa Hacker den Code als Grundlage dafür nehmen könnten, um Jailbreaks zu programmieren oder Sicherheitslücken in iOS aufzuspüren.

Zwar hat Apple in den vergangenen Jahren immer wieder Teile der Programmiercodes von macOS und iOS veröffentlicht. Doch den besonders sensiblen "iBoot"-Bereich hat der Hersteller stets geschützt. Wer etwa Schwachstellen in der sicheren Boot-Firmware entdeckt, darf sich auf eine Belohnung von bis zu 200.000 US-Dollar freuen, die Apple für das Melden derartiger Sicherheitslücken auslobt.

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