News

Dank künstlicher Intelligenz: Super Mario lebt!

Hat der Spieler gute Laune, ist auch Super Mario gut gelaunt.
Hat der Spieler gute Laune, ist auch Super Mario gut gelaunt. (©YouTube/AAAI Video Competition 2015)

Jeder kennt ihn, den Klempner mit italienischem Akzent: Super Mario hat die Herzen vieler Gamer rund um den Globus erobert. Und es offenbar auch einem Team der Universität Tübingen angetan. Dort haben Forscher eine künstliche Intelligenz entwickelt, die dem Jump 'n' Run-Helden neues Leben einhaucht.

Von sich aus wird Super Mario nicht auf einen Goomba springen, denn er weiß nicht, dass es sich um einen Feind handelt. Zudem muss er erst lernen, dass ein Goomba stirbt, wenn man auf ihn springt. Doch Mario ist lernfähig, zumindest in einer KI-Version der Universität Tübingen. Dort haben Wissenschaftler eine künstliche Intelligenz für Super Mario Advance entworfen, die den Klempner in Latzhosen auf Sprachbefehle reagieren und mit dem Spieler interagieren lässt.

Ist es noch ein Spiel, wenn Super Mario autonom handelt?

Das Programm basiert auf einer Spracherkennungssoftware der US-amerikanischen Carnegie Mellon University. Je nachdem, was der Spieler Super Mario sagt und was der Jump 'n' Run-Held zuvor bereits gelernt hat, fallen seine Reaktionen unterschiedlich aus. Er ist sich seiner Umgebung bewusst, ist in der Lage zu fühlen und handelt entsprechend seinen Emotionen. Zum Beispiel wird Super Mario anfangen, Münzen zu sammeln, wenn er hungrig ist. Zudem ist er in der Lage, vom Spieler gewünschte Handlungen zu planen und vorzubereiten. Soll er eine komplexe Bewegung ausführen, berechnet er, wie häufig er springen muss, wie hoch und in welche Richtung, berichtet CNET.

Eine künstliche Intelligenz für Super Mario wirft allerdings die Frage auf, inwiefern der Spielcharakter verloren geht, wenn der Held eigenständig handelt. Immerhin: ganz unabhängig vom Spieler ist Mario in diesem Fall nicht. Denn er ist auf das Wissen desjenigen angewiesen, der ihn kontrolliert. Ohne ihn würde er nicht überleben.

Die Angst vor der künstlichen Intelligenz

Während die Wissenschaftler der Universität Tübingen einen eher spielerischen Forschungsansatz zum Thema künstliche Intelligenz wählen, warnen viele führende Forscher vor den Folgen unkontrollierter KI-Entwicklung. Allen voran sind es Tesla-CEO Elon Musk und Astrophysiker Stephen Hawking, die in den letzten Monaten öffentlichkeitswirksam vor der künstlichen Intelligenz und möglichen Killerrobotern warnten.

Artikel-Themen

Weitere Artikel zum Thema

close
Bitte Suchbegriff eingeben