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Dark Mode: Ist True Black wirklich energieeffizienter als Dark Grey?

Ein Experiment zeigt, dass dunkelgraue Dark Themes nur minimal mehr Strom verbrauchen als Designs im reinen Schwarz.
Ein Experiment zeigt, dass dunkelgraue Dark Themes nur minimal mehr Strom verbrauchen als Designs im reinen Schwarz.

Dass Smartphones mit OLED-Displays bei der Akkulaufzeit von Dark Modes profitieren können, ist bekannt. Warum setzen aber viele Entwickler auf ein dunkles Grau anstatt auf pures Schwarz? Da wird doch immer noch Energie für Beleuchtung genutzt. Ein Entwickler hat sich genauer mit dem Thema befasst und ist zu einem interessanten Ergebnis gekommen.

Google hatte es bereits im letzten Jahr verkündet: Smartphones mit OLED-Display können bei der Verwendung von Dark Modes Energie sparen, da schwarze Pixel – anders als bei LCD-Screens – nicht leuchten. Google selbst verwendet für seine Dark Modes aber kein echtes Schwarz, sondern Dunkelgrau. Deshalb hat sich Entwickler Dylan Raga von XDA Developers mal ein wenig genauer mit der Frage beschäftigt, ob graue Dark Modes überhaupt Storm sparen und wenn ja, wie viel.

So funktioniert ein OLED-Display

Um es kurz zu machen: Ja, auch Dark Modes in dunkelgrauem Design sparen Strom. Erstaunlicherweise ist der Unterschied beim Akkuverbrauch zwischen Themes in True Black und Dark Grey verschwindend gering. Warum das so ist, erklärt Raga in seinem Artikel.

Zunächst einmal muss man sich dafür klar machen, wie OLED-Displays aufgebaut sind. Jeder Pixel eines OLED-Displays besteht aus einem roten, blauen und grünem Subpixel. Jede Farbe, die auf dem Bildschirm dargestellt wird, ist eine Mischung aus den drei Farben, die durch unterschiedliche Spannung verschieden stark leuchten.

Grau ist eigentlich nur ein sehr dunkles Weiß

Bei reinem Schwarz leuchtet keiner der Subpixel, bei reinem Weiß hingegen leuchten alle Subpixel zu 100 Prozent. Vereinfacht gesagt, ist Dunkelgrau nicht anderes als ein sehr schwach leuchtender weißer Pixel. Um das Dunkelgrau von Google zu erzeugen, leuchtet jeder Subpixel mit nur 7 Prozent der Spannung, die ein reines Weiß erzeugen würde. Um die tatsächliche Leuchtkraft eines Pixels zu errechnen, muss zusätzlich noch die Gammakorrektur berücksichtigt werden, die als Exponent mit einem Wert von 2,2 in die Rechnung eingeht.

Die Leuchtkraft von Googles Dunkelgrau beträgt nach der Gammakorrektur (0,07^2,2) somit weniger als 0,3 Prozent der Leuchtkraft von reinem Weiß und verbraucht dementsprechend nur 0,3 Prozent mehr Energie als reines Schwarz.

Eine Messung bestätigt die Theorie

Die errechneten Werte überprüfte Raga anschließend mit Messungen auf dem OnePlus 7 Pro. Und die Ergebnisse passten zu seinen Berechnungen. Das Anzeigen eines Bildes in Googles Grauton auf dem OnePlus 7 verbrauchte durchschnittlich wirklich nur 0,3 Prozent mehr Strom als ein Bild in reinem Schwarz.

Lange Rede, kurzer Sinn: Reines Schwarz ist tatsächlich energieeffizienter als Dunkelgrau. Allerdings sind die Unterschiede verschwindend gering. Es spielt im Alltag – zumindest für den gesparten Strom – also keine Rolle, ob der Dark Mode nun True Black oder nur Dark Grey ist.

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