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Darum haben die Hacker PSN und Xbox Live angegriffen

Die Hacker von PSN und Xbox Live wollten angeblich auf Sicherheitslücken aufmerksam machen.
Die Hacker von PSN und Xbox Live wollten angeblich auf Sicherheitslücken aufmerksam machen. (©CC: Flickr/Ivan David Gomez Arce 2014)

Ein Mitglied der Hacker-Gruppe Lizard Squad, die über Weihnachten PSN und Xbox Live angegriffen haben, hat sich jetzt zu den Gründen für die Cyber-Attacke geäußert: Er wolle angeblich auf Sicherheitslücken hinweisen.

Über Weihnachten war die Enttäuschung für so manchen Zocker groß: Sowohl Sonys Online-Service PlayStation Network (PSN) als auch Xbox Live waren zeitweilig offline. Was die Hacker-Gruppe Lizard Squad mit den Angriffen bezweckte, blieb lange Zeit unklar. In einem per Skype geführten Video-Interview mit dem Sender Sky machte einer der Hacker nun endlich Angaben zu den Gründen für die Cyber-Attacke: "Hauptsächlich wegen der Aufmerksamkeit, um uns zu amüsieren", so Hacker "Ryan" im Video. Und weiter: "Außerdem war es uns wichtig, auf den niedrigen Sicherheitsstand dieser Computer-Firmen hinzuweisen."

"Sony und Microsoft sollten genug Geld für den Schutz haben"

"Ryan" kritisierte, dass Sony und Microsoft monatlich Millionen an Gebühren für ihre Online-Services einnehmen würden - und da seien die Kosten für Spiele noch nicht einmal enthalten. "Sie sollten mehr als genug Geld haben, um sich vor solchen Angriffen zu schützen", so der Hacker.

Lizard Squad hatte die Angriffe erst eingestellt, nachdem ihnen Kim Dotcom eine lebenslange Premium-Mitgliedschaft bei seinem Filesharing-Dienst Mega angeboten hatte. Da erscheint es einigermaßen fragwürdig, ob hinter dem Hack wirklich so selbstlose Motive standen, wie der junge Hacker im Video behauptet.

Hacker: "Gamer sollten ihre Prioritäten überdenken"

Wer an Heiligabend ein neues Videospiel ausprobieren wollte, solle seine Prioritäten überdenken, findet "Ryan". "Es würde mir eher Sorgen machen, wenn diese Leute nichts Besseres zu tun hätten, als am Heiligabend und am ersten Weihnachtstag Spiele auf ihrer Konsole zu spielen. Ich meine, ich kann mich nicht wirklich schlecht fühlen, dass ich ein paar Kinder dazu gezwungen habe, Zeit mit ihren Familien zu verbringen, statt zu zocken".

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