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Darum kam das Google Pixel nicht von Huawei

Kein Platz für ein Branding des Auftragsfertigers: Das Google Pixel Phone.
Kein Platz für ein Branding des Auftragsfertigers: Das Google Pixel Phone. (©TURN ON 2016)

Für das Google Pixel fungiert HTC als Auftragsfertiger, nicht Huawei. Ein Manager von Huawei stellte jetzt klar, warum eine Kooperation nicht zustande gekommen ist: Huawei wollte sein Branding auf den Pixel Phones sehen, Google nur sein eigenes. Die ehrgeizigen Chinesen verfolgen aber eine andere Strategie.

Das Nexus 6P aus dem vergangenen Jahr fertigte noch Huawei für Google an, bei den diesjährigen Pixel Phones kam hingegen HTC zum Zug. Jetzt scheint klar, weswegen eine erneute Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen nicht erfolgte. Im Gespräch mit Winfuture bestätigte Colin Giles, Vice President der Consumer Business Group, dass man die Marke Huawei bekannter machen wolle.  Deswegen möchte man nicht mehr als reiner Auftragsfertiger wahrgenommen werden.

Verzicht auf eigenes Branding war für Huawei keine Option

Ursprünglich wollten beide Konzerne auch für die diesjährigen Modelle kooperieren. Doch Google forderte vom potenziellen Auftragsfertiger den Verzicht auf ein eigenes Branding der Smartphones – für Huawei keine Option.  Aufgrund der gegensätzlichen Interessen konnte man sich zwar nicht einigen. Giles versicherte jedoch, dass man weiterhin eng mit dem Suchmaschinenriesen zusammenarbeiten werde. Eine ähnliche Allianz wie beim Nexus 6P schließe man für die Zukunft nicht aus.

Obwohl sich das US-Unternehmen mit der Marke Pixel als eigenständiger Anbieter etablieren will, sieht Giles in Google keine direkte Konkurrenz. An den Ambitionen Huaweis bestehen indes keine Zweifel. In fünf Jahren wollen die Chinesen im Smartphone-Markt bereits an Apple vorbeiziehen, so der ehrgeizige Plan. Unser Test des Huawei Mate 9 zeigt, dass der Hersteller auf einem guten Weg ist.

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