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Das faltbare Huawei Mate X ist der Star des MWC 2019

Huawei Mate X
Das Huawei Mate X faltet den Bildschirm außen herum.

Nach dem Samsung Galaxy Fold legt Huawei mit einem eigenen faltbaren Smartphone nach. Das Mate X sieht dabei noch beeindruckender aus, ist allerdings auch noch teurer als das Samsung-Gerät.

Erst am Mittwoch hatte Samsung mit seinem faltbaren Smartphone Galaxy Fold für Aufsehen gesorgt. Doch besonders groß war der Vorsprung, den Samsung mit der Ankündigung des Geräts hatte, im Endeffekt nicht. Am Sonntag hat nämlich Huawei nachgelegt und mit dem Mate X sein eigenes faltbares Smartphone auf dem Mobile World Congress in Barcelona gezeigt.

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So sieht das erste faltbare Smartphone von Huawei aus.

Das Huawei Mate X faltet das Display nach außen

Und auch wenn Samsung und Huawei ganz klar im gleichen Produktsegment unterwegs sind, so unterscheiden sich die beiden faltbaren Smartphones doch signifikant voneinander. Der auffälligste Unterschied des Huawei Mate X im Vergleich zum Samsung Galaxy Fold ist dabei die Faltrichtung. Während beim Galaxy das Display zusammengeklappt wird, legt es sich beim Mate außen um das gesamte Gerät herum.

Eine Triple-Kamera für alle Arten von Fotos

Das Ergebnis ist im zusammengeklappten Zustand ein Smartphone, das auf beiden Seiten ein Display besitzt. Während der Hauptscreen eine Diagonale von 6,5 Zoll besitzt, misst der hintere Bildschirm immerhin auch 6,4 Zoll. Hinzu kommt auf der Rückseite ein seitliches Modul, in dem ein Triple-Kamera-System sowie der USB-C-Anschluss untergebracht sind.

Das Kamera-Modul soll laut Huawei auf dem Niveau des Huawei Mate 20 Pro liegen und dürfte sich somit unter den besten Smartphone-Kameras einreihen, die aktuell zu haben sind. Einen Unterschied zwischen Haupt- und Selfie-Kamera gibt es übrigens nicht. Wer ein Selfie knipsen möchte, dreht das Smartphone einfach herum und nutzt den Screen auf der Rückseite.

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Auf der Rückseite gibt es einen zweiten Screen und eine Triple-Kamera.

Das Mate X verwandelt sich in ein Tablet

Wird das Gerät auseinandergeklappt, verbinden sich Vorder- und Rück-Display zu einem einzigen 8-Zoll-Screen, der die Größe eines Mini-Tablets hat. Der Bildschirm ist beinahe quadratisch, misst aber in der Breite immer noch ein paar Millimeter mehr als in der Höhe. Als Faltmechanismus kommt ein flexibles Gelenk zum Einsatz, das dem des Microsoft Surface Book ähnelt. Es besteht laut Hersteller aus über 100 Einzelbauteilen und soll sehr widerstandsfähig sein.

Bemerkenswert ist auch, dass Huawei seinem Mate X von vornherein ein 5G-Modem verpasst. Samsung wird das Galaxy Fold hingegen zunächst mit einem LTE-Modem auf den Markt bringen. Die sonstigen Specs, die bislang bekannt sind, passen zu denen aktueller High-End-Smartphones. So gibt es im Inneren einen leistungsstarken Kirin-980-Prozessor, der im 7-Nanometer-Verfahren gefertigt wird und einen Arbeitsspeicher von 8 GB sowie einem internen Speicher von 512 GB.

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Aufgeklappt erreicht das Mate X Tablet-Maße.

Noch teurer als das Samsung Galaxy Fold

Zwei Akkus sollen für ein Gesamtvolumen von 4500 mAh sorgen und mit einem neuen 55-Watt-Schnellladeverfahren legt Huawei die Messlatte erneut höher. Das hat aber auch Auswirkungen auf den Preis: Mit satten 2299 Euro (UVP) fällt das Huawei Mate X noch einmal deutlich teurer aus als das Samsung Galaxy Fold. Auf den Markt kommen soll das Smartphone erst im Sommer dieses Jahres.

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