Topliste

Das waren 2016 die Technik-Highlights der TURN ON-Redaktion

2016 bot wieder ein Feuerwerk in Sachen Technik.
2016 bot wieder ein Feuerwerk in Sachen Technik. (©CC: Flickr/Scott Cresswell 2016)

2016 steckte wieder voller Technik-Highlights. Ob Konsole, VR-Brille oder Smartphone – in der folgenden Liste stellt die TURN ON-Redaktion ihre ganz persönlichen Tops des vergangenen Jahres vor.

Top Nummer 1: Die HTC Vive

Patrick Schulze

 Die HTC Vive war eines der Highlight-Produkte 2017. fullscreen
Die HTC Vive war eines der Highlight-Produkte 2017. (©TURN ON 2016)

Für mich war schon im April klar: Wenn jetzt nichts Revolutionäres mehr kommt, dann steht mein Technik-Highlight des Jahres schon fest. Damals steckte ich mitten im Test zur VR-Brille HTC Vive. Dabei hatte ich die vorher gar nicht so richtig auf dem Schirm gehabt. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass die Kombination aus virtueller Realität und Raumtracking überhaupt gut genug funktioniert.

Nach wenigen Testtagen war ich jedoch überzeugt – und begeistert. Sicher, die Vive ist kein perfektes System und ich könnte jetzt viele Worte über die nervigen Kabel, fehlende Spiele-Blockbuster oder den hohen Preis verlieren. Unterm Strich gab es jedoch seit Jahren kein technisches Gerät, dass bei mir ein ähnliches Wow-Gefühl ausgelöst hat. Die Vive ist einfach etwas völlig Neues und sie erlaubt es mir, in völlig neuer Form in virtuelle Welten einzutauchen. Und nein, ich bin nicht der Meinung, dass Oculus Rift und PlayStation VR das in ähnlicher Form schaffen – beiden fehlt in weiten Teilen die Möglichkeit zur Interaktion mit der Virtuellen Realität.

Wer wissen möchte, was genau mich an der Vive fasziniert, der sollte sich meinen (sehr umfangreichen) Test-Ticker vom April einfach mal durchlesen. Jetzt hoffe ich nur noch auf die richtigen Spiele. Ein paar wenige Highlights wurden ja schon angekündigt, zum Beispiel "Fallout 4" in VR. Wie geil ist das denn bitte?

Top Nummer 2: Die PlayStation 4 Pro

Andreas Müller

 Andreas hat den vielleicht nerdigsten Grund für den Kauf einer PS4 Pro gefunden. fullscreen
Andreas hat den vielleicht nerdigsten Grund für den Kauf einer PS4 Pro gefunden. (©TURN ON 2016)

Die PlayStation 4 Pro hat die Regeln verändert. Zwar gab es schon früher Zusatzhardware, die alte Konsolen leistungsfähiger machte. Man denke nur an das Expansion Pak für die Nintendo 64, das den Arbeitsspeicher der Konsole vergrößerte, oder an das Sega Mega-CD, das den Mega Drive um ein CD-Laufwerk, mehr Prozessorpower und mehr Grafikleistung erweiterte. Die PS4 Pro ist allerdings eine völlig neue, eigenständige Konsole, die Sony einfach so mitten im Konsolenzyklus der PlayStation 4 veröffentlichte. Und das, obwohl sich die PS4 sehr gut verkauft.

Einerseits untergräbt Sony einen der Hauptvorteile von Heimkonsolen: Man musste sie nicht ständig aufrüsten, sondern konnte viele Jahre lang die neuesten Spiele auf seinem einmal gekauften System genießen. Ich hatte damals auf das Expansion Pack und auf den Mega CD verzichtet. Andererseits geht die PS4 Pro technisch mit der Zeit und liefert mehr Grafikpower für einen großen Teil der PS4-Spielebibliothek.

Mir persönlich macht das mit Rendertricks simulierte Pseudo-4K vieler Spiele nichts aus, denn einen 4K-Fernseher besorge ich mir erst, sobald TVs mit dem Ultra HD Premium-Standard erschwinglich werden. Ein Laufwerk für Ultra HD Blu-rays brauche ich daher auch erst einmal nicht. Allerdings habe ich mich beim PC-Gaming in ein kaum beachtetes Feature verguckt, das auch die PS4 Pro bietet: Supersampling. Diese Kantenglättungsmethode, bei der Spiele in einer höheren Auflösung berechnet werden, als sie auf dem Fernseher landen, sorgt für ein sauberes, klares Bild in Full HD. Ich liebe Supersampling. Ich spiele auf dem PC gar nichts mehr ohne Supersampling. Das mag der nerdigste Grund überhaupt sein, sich die PS4 Pro zu besorgen, aber dann passt es ja wieder gut zu mir.

Top Nummer 3: Das iPhone SE

Gregor Rumpf

 Handlich, praktisch, gut: das iPhone SE. fullscreen
Handlich, praktisch, gut: das iPhone SE. (©TURN ON 2016)

Virtual Reality kann mir ehrlich gesagt gestohlen bleiben und eine PlayStation 4 habe ich bereits – warum sollte ich mir also eine PS4 Pro kaufen? Mein Technik-Highlight des Jahres 2016 ist vielmehr das iPhone SE – ein Smartphone, bei dem vielen wahrscheinlich gar nicht mehr bewusst ist, dass es in diesem Jahr auf den Markt kam.

Ich habe es bereits im April in meinem Test des iPhone SE geschrieben und ich wiederhole es an dieser Stelle gerne: Große Smartphones und der allgemeine Phablet-Wahn nerven mich tierisch ... und nein, ich will mich auch nicht an die Größe des iPhone 6/6s/7 "gewöhnen", das angeblich genauso gut in der Hand liegt. Es hatte schon seinen guten Grund, dass Steve Jobs immer Fan eines 4-Zoll-Screens blieb – die Dinger liegen einfach perfekt in der Hand.

Aus diesem Grund ist das iPhone SE auch mein ganz persönliches Technik-Highlight des Jahres 2016, das sich vermutlich nicht in vielen anderen Rankings wiederfindet. Das iPhone SE ist natürlich weder sonderlich innovativ noch irgendwie revolutionär. Es beweist aber eindrucksvoll, dass Apple doch auf seine Fans hören kann – von denen besitzt nämlich ein nicht unerheblicher Teil (inklusive mir) immer noch ein 4-Zoll-iPhone und wünschte sich schon länger ein Update.

Top Nummer 4: Amazon Echo

Alexander Mundt

 Der Amazon Echo gehorcht aufs Wort. fullscreen
Der Amazon Echo gehorcht aufs Wort. (©TURN ON 2016)

Natürlich könnte ich es mir leicht machen und einfach das iPhone 7 nennen (und das zurecht) – aber überraschenderweise hat mich in diesem Jahr ein anderes Produkt noch viel mehr beeindruckt. Mit dem smarten Lautsprecher Amazon Echo hat der Versandriese ein überraschend innovatives Produkt in den Handel gebracht. Wobei, so richtig ja nicht, weil man den Echo nur auf Einladung kaufen "darf". Dennoch konnte mich das Bedienkonzept auf ganzer Linie überzeugen, die Spracherkennung funktioniert nicht perfekt, aber deutlich besser als erwartet.

Nie konnte ich zu Hause schneller Musik in ordentlicher Qualität wiedergeben, nie war ein Timer für den Backofen schneller gestellt, nie war meine Einkaufsliste so digital. Die kleineren Schwächen, die Alexa durchaus noch hat, sehe ich ihr gerne nach. Denn: Jeder hat einmal klein angefangen. Ich bin zuversichtlich, dass Alexa, deren Hirn in der Cloud steckt, noch viel smarter wird.

Natürlich ist Amazon Echo kein essenzielles Gerät für den Haushalt, das man sich unbedingt hinstellen muss. Dennoch ist es schön, wenn es da ist. Alexa dankt es mit einfacher, intuitiver und meistens zuverlässiger Bedienung – und versprüht darüber hinaus weit mehr Charme und Menschlichkeit als vergleichbare künstliche Intelligenzen. Definitiv mein Technik-Highlight des Jahres, und womöglich nicht nur in 2016.

Top Nummer 5: Samsung Galaxy S7

Franziska Schütze

 Keine Revolution, aber sinnvoll verbessert: Samsung Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge. fullscreen
Keine Revolution, aber sinnvoll verbessert: Samsung Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge. (©TURN ON 2016)

Die Smartphones, die Anfang des Jahres herauskamen, sind am Jahresende schon fast wieder vergessen. Nicht vergessen habe ich in diesem Jahr allerdings das Samsung Galaxy S7, da ich es mittlerweile selbst besitze. Aber nicht nur deshalb – auch weil Samsung gezeigt hat, dass sie ein Stück weit lernfähig sind, ist mir die Vorstellung des iPhone 7-Konkurrenten im Gedächtnis geblieben. Das erste Samsung-Flaggschiff des Jahres wurde 2016 wieder wasserdicht und hat zum Glück auch wieder einen microSD-Slot bekommen. Warum der Hersteller die Möglichkeit der Speichererweiterung beim Galaxy S6 überhaupt strich, ist mir bis heute ein Rätsel. So etwas kenne ich nur von Apple.

Samsung schafft es außerdem immer wieder, mich mit den Möglichkeiten aktueller Smartphone-Kameras zum Staunen zu bringen. Das Galaxy S7 kam im Frühjahr nicht mit noch mehr Megapixeln auf den Markt, sondern mit einer größeren Blende. So fällt mehr Licht auf den Sensor und das Smartphone macht noch bessere Bilder bei schlechten Lichtverhältnissen. Wer noch mehr aus der Kamera herauskitzeln will, investiert in das Lens Cover mit zusätzlichem Weitwinkel- und Tele-Objektiv. Echt erstaunlich, was für Ergebnisse sich heutzutage selbst mit den kleinsten Kameras erzielen lassen!

Einen Wunsch an das Galaxy S8 hätte ich dann allerdings doch noch: Für einen austauschbaren Akku würde ich auch auf das tolle Unibody-Design verzichten. Zu viel Glas macht das Smartphone ohnehin nur unnötig anfällig ...

Top Nummer 6: PlayStation 4 Slim

Elmar Loof

 Die PlayStation 4 Slim: klein, leise und leistungsstark. fullscreen
Die PlayStation 4 Slim: klein, leise und leistungsstark. (©TURN ON 2016)

Auch wenn Kollege Andreas von der PlayStation 4 Pro schwärmt: Es muss nicht immer die maximale Power sein! Ich habe mich daher bewusst gegen die Pro und für die schmalere und sogar minimal leisere Slim-Version der aktuellen Sony-Konsole entschieden – und bin mehr als zufrieden mit meiner Wahl.

Meine in die Jahre gekommene PlayStation 3 schnaufte zuletzt immer hörbarer. Da ich sie neben "FIFA 17" hauptsächlich als Medienzentrale nutze, störte das durchaus beim Filmeschauen. Zeit also für eine neue Konsole.

Die PlayStation Pro mag eine stärkere Hardware haben, aber um ehrlich zu sein gab es für mich keinen Grund, sich die teurere Variante zuzulegen: Ich besitze keinen 4K-Fernseher und plane auch nicht, mir in nächster Zeit einen zuzulegen. Die extra starke Hardware macht für meine Einsatzzwecke keinen Unterschied und die PlayStation VR-Brille werde ich mir ebenso wenig zulegen. Im Rahmen des Black Friday ergatterte ich so die PlayStation 4 Slim mit einem Terabyte Speicher und einem zweiten Controller zum Schnäppchenpreis – und legte das gesparte Geld gleich in "FIFA 17" an. Damit ist meine Konsolenzukunft erstmal gesichert – wobei ich mir sicherlich auch die Nintendo Switch sehr genau anschauen werde. Vielleicht wird die Hybridkonsole dann ja mein Highlight für 2017...

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