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Daydream VR wird mit Android 11 zu Grabe getragen

Der Tagtraum ist vorbei: Google beendet das Experiment Daydream.
Der Tagtraum ist vorbei: Google beendet das Experiment Daydream. Bild: © TURN ON 2017

Google zieht bei seiner Virtual-Reality-Plattform Daydream den Stecker: Geräte mit Android 11 werden nicht mehr mit der VR-Hardware und zugehörigen Software kompatibel sein.

Als Google 2016 seine Virtual-Reality-Plattform Daydream startete, hofften viele Beobachter, dass das Thema VR dadurch einen ordentlichen Schub bekommen könnte. Doch nach anfänglicher Euphorie gerieten das Headset und die dazu passenden Apps schnell in Vergessenheit. Mit der Einführung von Android 11 zieht der Entwickler nun einen Schlusstrich. Smartphones, die mit dem Betriebssystem laufen, werden nicht mehr mit Daydream VR kompatibel sein, wie aus einem Support-Dokument hervorgeht.

Daydream stand bereits seit 2017 auf der Kippe

Google hatte die Daydream-Plattform zuletzt 2017 offensiv beworben. Damals führte der Hersteller gemeinsam mit dem Smartphone Pixel 2 eine zweite Generation des VR-Headsets ein. Doch schon damals zeichnete sich ab, dass kaum Dritthersteller bereit sind, ihre Smartphones für Daydream zu optimieren und die Plattform ihrerseits zu bewerben. Hinzu kam, dass Google mit Daydream gegen Samsung und dessen VR-System Gear VR antrat, dass zu jener Zeit viel populärer war.

Bereits das Pixel 4 von 2019 bot keine Unterstützung mehr für Daydream, seither steht die Plattform praktisch auf dem Abstellgleis. Mit dem Umstieg auf Android 11 zieht Google endgültig den Stecker bei seinem VR-Experiment. Das Unternehmen will nun verstärkt daran arbeiten, Augmented-Reality-Anwendungen fit für den Mainstream-Markt zu machen.

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