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Deep Fusion für iPhone 11: Beta von iOS 13.2 bringt Kamera-Feature

iPhone 11
Deep Fusion arbeitet vollkommen automatisch im Hintergrund.

In Kürze wird Apple die erste Entwickler-Beta von iOS 13.2 veröffentlichen. Mit an Bord: Deep Fusion für das iPhone 11 und das iPhone 11 Pro (Max). Das neue Feature soll mehr Details in Bildern darstellen.

Ursprünglich sollte die Entwickler-Beta von iOS 13.2 am Dienstagabend zum Download freigegeben werden, schreibt MacRumors. Doch der Release wurde offenbar kurzfristig verschoben, ein Start am heutigen Mittwoch erscheint aber als realistisch. Bestandteil von iOS 13.2 wird demnach ein Feature sein, das bereits auf der iPhone-11-Keynote im September angekündigt und demonstriert wurde: Deep Fusion.

Dabei handelt es sich um eine Technik, die deutlich anders arbeitet als etwa Smart HDR. Deep Fusion ist ein neues Bildverarbeitungssystem, das in Kombination mit dem A13-Bionic-Chipsatz und der Neural Engine – die Grundlage für die Berechnung künstlicher Intelligenz – detailreichere Fotos verspricht.

So funktioniert Deep Fusion

Deep Fusion nutzt die Vorteile des maschinellen Lernens, um Pixel für Pixel einer Aufnahme zu verarbeiten. Aufgabe der Technologie ist es, Texturen, Details und Rauschen in jedem Bereich des Fotos zu optimieren – alles vollständig im Hintergrund, ohne dass der Nutzer davon etwas mitbekommt. Vorgesehen ist Deep Fusion primär für Aufnahmen mit dem Teleobjektiv bei normalen Lichtverhältnissen, während Smart HDR vor allem bei hellem Licht zum Einsatz kommt. Das Feature wird standardmäßig aktiviert sein. Anders als der neue Nachtmodus wird Deep Fusion nicht speziell in der Kamera-App ausgewiesen, sondern vollständig im Hintergrund arbeiten.

Wie Deep Fusion funktioniert, erklärt The Verge: Schon beim Betätigen des Auslösers hat die Kamera vier Bilder mit schneller Verschlusszeit aufgenommen, um jede Bewegung einzufrieren. Für die Details wird zugleich ein Foto mit Langzeitbelichtung geknipst, woraufhin die vier bisherigen Bilder zu einem einzigen zusammengefügt werden. Apple nennt das Verfahren "synthetic long". Deep Fusion nutzt jetzt die Aufnahme mit den meisten Details und erstellt zusammen mit der "synthetic long"-Aufnahme ein fertiges Bild.

Das neue Feature in iOS 13.2 wird jedoch nur mit den neuen iPhones funktionieren und nicht mit älteren Modellen. Sollte die Entwickler-Beta wie erwartet in Kürze freigegeben werden, ist wohl mit einem finalen Release innerhalb der nächsten Wochen zu rechnen.

Das sagt Alexander:
Ein spannendes Feature, das sich zumindest auf dem Papier sehr gut anhört. Wie Deep Fusion in der Praxis abschneidet, bleibt aber abzuwarten. Was hältst Du davon?
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