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Deine iPhone-Kamera könnte Dich heimlich ausspionieren

Am sichersten fährst Du, wenn Du Fotos nur mit der Standard-App von Apple knipst.
Am sichersten fährst Du, wenn Du Fotos nur mit der Standard-App von Apple knipst. (©YouTube/Peter McKinnon 2017)

Viele Apps wie Facebook oder WhatsApp erfordern Zugriff auf die iPhone-Kamera, möchte man Fotos schnell und unkompliziert direkt in den jeweiligen Anwendungen knipsen. Doch durch diese Freigabe können Apps heimlich Bilder ihrer Nutzer anfertigen, wie jetzt ein Entwickler erschreckend demonstrierte.

Google-Entwickler Felix Krause machte jetzt auf die Gefahren von zwielichtigen Apps mit Zugriff auf die iPhone-Kamera aufmerksam, meldet Cult of Mac. Eigens dafür programmierte Krause die App  watch.user, um die potenziellen Risiken eingeräumter Zugriffsrechte vorzuführen. Denn: Hat der iPhone-Besitzer einem Programm Zugriff auf die Kamera eingeräumt, kann die App sowohl mit der vorderen als auch mit der hinteren Kamera heimlich Fotos aufnehmen. Der Nutzer bemerkt von diesem Vorgang nichts, was dem Missbrauch Tür und Tor öffnet. Sogar eine Gesichtserkennung in Echtzeit sei dadurch möglich, heißt es.

So kannst Du prüfen, welche Apps auf die iPhone-Kamera zugreifen

Freilich funktioniert diese Art von Spionage nur, wenn die App im Vordergrund aktiv ist. Dennoch handelt es sich hierbei um eine Problematik, für die es kaum eine praktische Lösung geben dürfte. Ein Abkleben der Kameras, wie es etwa Facebook-Chef Zuckerberg bevorzugt, erscheint wenig praktikabel und nicht sonderlich zielführend. Besitzer eines iPhones sollten daher nach Möglichkeit nur vertrauenswürdigen Apps den Zugriff auf die Kamera gestatten. Unter "Einstellungen > Datenschutz > Kamera" kann geprüft werden, welche Apps auf die Kamera zugreifen können. In diesem Menü kann per Knopfdruck auch nachträglich der Zugriff auf die iPhone-Kamera entzogen werden.

Nutzer eines iPhones sollten jetzt zwar nicht in Panik verfallen. Doch allein diese gewonnene Erkenntnis kann dazu beitragen, die Menschen für mehr Privatsphäre zu sensibilisieren. Am sichersten ist es ohnehin, für Fotos und Videos nur die standardmäßige Kamera-App von Apple zu nutzen.

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