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Der erste Kontakt (mit der Elektronik): Mark Forster

Mark Forster spricht über seine ersten Erfahrungen mit Technik.
Mark Forster spricht über seine ersten Erfahrungen mit Technik.

Ein Kassettenspieler und Papas MCS – die ersten Gehversuche mit der Musik gingen bei Mark Forster (34) Hand in Hand mit der ersten Elektronik. Das Ergebnis: Der Wunsch nach einem eigenen Album, natürlich auf Kassette.

Protokoll: Annika Schmitz

Die erste Technik, die ich als Kind besessen habe, war ein Kassettenspieler. So einer mit "Record"-Knopf zum Selber-Songs aus-dem-Radio-Aufnehmen. Damit habe ich nicht nur Hörspiele gehört, sondern auch die Kassetten von meinem Vater. Der hatte damals ziemlich viele Musikalben auf MC. Die habe ich mir dann ausgeliehen und sehr oft auch – dank der besagten "Record"-Funktion – mit anderen Aufnahmen überspielt. Das fand mein Vater natürlich nicht ganz so toll.

Den Kassettenrekorder habe ich irgendwann mal geschenkt bekommen. Oder von einem Onkel geerbt – ich weiß nicht mehr so genau. Ich hatte damals als Kind ja kein eigenes Geld, um mir so etwas zu kaufen. Mit meinem Album "Tape" habe ich mir dann viel später einen Kindheitswunsch erfüllt: meine eigene Kassette. In der limitierten Fan-Box gibt es das Album deshalb als CD und MC. Das passte ganz gut. Den Kassettenspieler habe ich vor geraumer Zeit übrigens auf irgendeinem Dachboden wiedergesehen … wahrscheinlich bei meinen Eltern. Er war in nicht mehr ganz so einwandfreiem Zustand, wie ich ihn in Erinnerung hatte. Die Klappe des Kassettendecks, die immer nach vorne auf ging, war abgebrochen, genauso wie die Antenne. Ob er immer noch auf dem Dachboden liegt, weiß ich gar nicht – aber wahrscheinlich wurde er irgendwann mal entsorgt.

Den Kassettenrekorder habe ich mal geschenkt bekommen. Oder von einem Onkel geerbt.
Mark Forster

Mein erstes selbst gekauftes Gerät war ein Computer. Ich habe zu der Zeit als Statist am Theater gearbeitet und ein bisschen Geld verdient. Der PC war natürlich hauptsächlich zum Zocken, aber ich habe auch mit einigen Musikprogrammen wie dem Music Maker rumgespielt. Ich finde es spannend, echte Instrumente und Technik zu kombinieren. Beides hat seinen Reiz. Ich sammle ja alte Instrumente, alte Gitarren und Klaviere. Die haben ihre ganz eigene Geschichte … eine eigene Seele. Als ich letztes Jahr in den Abbey Road Studios in London war – da, wo auch schon die Beatles ihre Songs aufgenommen haben –, durfte ich an dem Klavier sitzen, an dem schon John Lennon gespielt hat. Für mich etwas ganz Besonderes. Die Kombination von klassischen Instrumenten und moderner Technik ist einfach interessant. Zum Beispiel haben wir bei "Au Revoir" zusammen mit Sido und einem polnischen Sinfonieorchester einen klasse Mix geschafft, der ein bisschen an aufwendig produzierte Filmmusik erinnert.

Ein Lieblingsgerät habe ich nicht wirklich. Immer mit dabei ist natürlich mein iPad. Ich bin ja viel unterwegs, und darauf kann ich dann Serien gucken und so. Das ist schon ganz praktisch. Ansonsten arbeite ich viel mit unterschiedlicher Musiktechnik – klar! –, aber auch immer noch mit meinem Laptop.

Technik und Instrumente zu kombinieren finde ich spannend.
Mark Forster

Wenn ich jetzt über coole technische Erfindungen in der Zukunft nachdenke, fallen mir unglaublich viele großartige Dinge ein, die man sicher brauchen könnte. Aber wenn ich mir ein Technik-Gadget für meine Zukunft wünschen dürfte, dann wäre das wohl eine Küche, die sich selbst aufräumt. Die die dreckigen Teller selbst in die Spülmaschine und dann in den Schrank stellt und selbst Ordnung hält. So was könnte ich gebrauchen. Vielleicht kommt das ja bald. Einen selbstständigen Staubsauger gibt es schließlich schon.“

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