Diese Echtzeit-Karte zeigt, wo der Cyberkrieg tobt

Karte des weltweiten Cyberkriegs
Der Cyberkrieg tobt besonders zwischen den USA und China. (©Norse 2014)
Gregor Rumpf Würde sich auch in 10 Jahren noch das iPhone SE kaufen, weil große Smartphones nerven.

In den Medien ist eigentlich ständig die Rede vom Cyberkrieg. Was sich hinter dem recht abstrakten Begriff wirklich verbirgt, zeigt eine Karte der US-Sicherheitsfirma Norse sehr eindrucksvoll. In Echtzeit werden erfasste Hacker-Attacken auf der ganzen Welt dargestellt.

Erst am Dienstag war der sogenannte Cyberkrieg wieder in den weltweiten Schlagzeilen: In Nordkorea war das Internet stundenlang ausgefallen, die Vermutungen reichen von einem Hacker-Angriff der US-Regierung bis hin zu einer Attacke der Gruppe Anonymous. Dass tatsächlich in jeder Sekunde auf der ganzen Welt der Cyberkrieg tobt, zeigt jedoch eine Echtzeit-Karte der IT-Sicherheitsfirma Norse aus Kalifornien.

Cyberkrieg-Karte stellt Traffic von gefährlichen IP-Adressen dar

Das Unternehmen unterhält ein großes Netzwerk von Sensoren in mehr als 200 Datenzentren und mehr als 50 Ländern auf der ganzen Welt. Nach eigenen Angaben hat Norse insgesamt mehr als acht Millionen Sensoren, die eventuelle Hacker-Angriffe registrieren können. Die Firma hat dafür einen eigenen Abo-Dienst namens "Darklist" eingerichtet, in dem besonders gefährliche IP-Adressen genannt werden. Der Traffic von IP-Adressen auf dieser Liste wird auch dafür genutzt, um die Echtzeit-Karte zu generieren. Tatsächlich zeigt die Weltkarte aber nur einen Bruchteil des Cyberkriegs an, da die Darstellung ansonsten komplett unübersichtlich werden würde.

Ursprung und Ziel vieler Hacker-Angriffe ist der Nordosten Chinas

Wie Norse-Vizepräsident Jeff Harell gegenüber Polygon erklärte, seien Hacker-Angriffe auf Ziele in den USA besonders häufig. Aber auch Attacken gegen China oder Nordkorea seien keine Seltenheit. Auf der Echtzeit-Karte ist zudem deutlich zu sehen, dass viele Angriffe als Ursprung oder Ziel den Nordosten Chinas haben. Dieser Teil der Internet-Infrastruktur werde in Wahrheit allerdings hauptsächlich von Nordkorea genutzt – dass das kommunistische Regime also tatsächlich hinter dem Hacker-Angriff auf Sony Pictures steckt, erscheint in diesem Licht gar nicht mehr so unwahrscheinlich.

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