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Diese Software verwandelt Gesichtsfotos in aufwendige 3D-Modelle

Eine kostenlose Software macht Fotos zu 3D-Gesichtern.
Eine kostenlose Software macht Fotos zu 3D-Gesichtern. (©TURN ON 2017)

Wie gut Software zur Gesichtserkennung bereits funktioniert, kann nun jeder Internet-Nutzer selbst testen. Ein neues Software-Tool verwandelt normale 2D-Fotos von Gesichtern in realistische 3D-Modelle.

Gesichtserkennung ist spätestens seit der Vorstellung des iPhone X mit Face ID ein Riesenthema. Doch längst nicht nur Apple arbeitet an ausgefeilter Software zur Gesichtserkennung. Forscher der Universitäten Nottingham und Kingston in Großbritannien haben nun eine Software entwickelt, die in der Lage ist, Gesichter auf ganz normalen 2D-Fotos zu erkennen und diese in realistische 3D-Modelle zu verwandeln.

Eine KI errechnet die Form eines Gesichts anhand eines Fotos

Zum Einsatz kommt dabei eine Künstliche Intelligenz, die in der Lage ist, Gesichter auf Bildern zu erkennen und anhand eines Fotos ein 3D-Modell des jeweiligen Gesichts zu errechnen. Bemerkenswert ist, dass dabei schon ein einziges Foto ausreicht. In der Vergangenheit benötigten Computer für derartige Berechnungen eine Vielzahl von Bildern aus allen möglichen Perspektiven.

Getestet haben wir das Tool unter anderem mit einfachen Smartphone-Selfies, was erstaunlich gut funktioniert. Aber auch Bilder aus dem Netz lassen sich mit Hilfe des Software-Algorithmus in Windeseile in 3D-Modelle verwandeln - oder das Foto meines Kollegen Alex, wie im GIF zu sehen. Jeder, der das Ganze einmal selbst ausprobieren möchte, kann ein eigenes Foto oder das Bild einer Person auf der Website der Entwickler hochladen.

Neue Möglichkeiten – und Gefahren?

Mit Hilfe dieser neuen Technik ergeben sich ganz neue Möglichkeiten etwa zur Digitalisierung von Personen, für Computerspiele und andere Anwendungen. Schon wenige Bilder könnten mit Hilfe eines solchen Tools ausreichen, damit ein Computer einen realistischen 3D-Avatar einer Person erstellen kann. Unklar ist hingegen, ob eine derartige Software auch dazu eingesetzt werden könnte, einen Gesichtsscanner zu täuschen. Die Debatte um die Sicherheit und die Gefahren von Gesichtserkennung dürfte so schnell jedenfalls nicht abreißen.

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