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Dieses Gewehr ist der teure Prototyp einer Leica-Kamera

Komplett ausgestattet: Mit der Leica Foto-Kamera Bilder schießen.
Komplett ausgestattet: Mit der Leica Foto-Kamera Bilder schießen. (©Image courtesy of liveauctioneers.com and WestLicht Photographica Auction 2015)

Mit dieser alten Leica aus den 30er Jahren kann man Fotos wirklich schießen. Von der Gewehr-Kamera der Firma Leica sind nur sehr wenige Exemplare hergestellt worden. Das seltene Stück wird Mitte Juni in Wien versteigert. Anfangsgebot: 150.000 Euro.

Das Leica Foto-Gewehr ist einer der ungewöhnlichsten Fotoapparate, die die berühmte Firma Ernst Leitz aus Wetzlar – heute besser als Leica bekannt – jemals hergestellt hat. Die Spezialkamera, von der es nur wehr wenige Exemplare gibt, war vor allem bei Tier- und Sportfotografen in der Zeit zwischen den Weltkriegen sehr beliebt, schreibt liveauctioneers über das zu versteigernde Exemplar.

Die Kamera ist eine gewöhnliche Leica

Wobei dieses Modell noch seltener ist, denn es handelt sich dabei um einen Prototypen, der etwa 1937 hergestellt wurde. Es ist übrigens nicht die Kamera, die das Gerät so außergewöhnlich macht, diese ist eine relativ normale Leica. Aber das Drumherum ist extrem ungewöhnlich. Die Idee zum Kamera-Gewehr stammte vom damals recht bekannten Tierfotografen Attilio Gatti. Sein Ziel: Weil der Fotograf den Schaft an seine Schulter presst, kann der das Gerät stabiler halten als alleine in der Hand ohne Unterstützung.

Laut dem Wiener Auktionshaus Westlicht, wo die Gewehr-Kamera am 13. Juni versteigert werden wird, ist das Modell zwischen 1935 und 1937 entwickelt worden und kam dann 1938 auf den Markt. Nach nur einem Jahr wurde die Produktion schon wieder eingestellt. Wie viele Geräte diesen Typs es gibt, ist nicht klar, aber Westlicht glaubt, dass es nicht mehr als zwölf weltweit sein dürften – alle in Privatbesitz.

Prototyp hat spezielle Eigenschaften

Der Prototyp hat einige spezielle und seltene Eigenschaften, darunter eine modifizierte Grundplatte der Leica, damit die Kamera auf den Gewehr-Griff passt. Außerdem ein angepasstes Gehäuse für den Spiegel der Kamera und einen Sucher mit der Gravur "Ernst Leitz Wetzlar Germany". Die Kamera hat zwei Objektive, ein Telyt 4,5/20 Zentimeter und ein Hektor 4,5/13,5 Zentimeter. Vorbesitzer war der Franzose Mr. Pojol, der von 1937 bis 1989 in Venezuela lebte.  Das Kamera-Gewehr geht mit 150.000 Euro Mindestgebot an den Start, es könnte aber bis zu 350.000 Euro erzielen. Wer mitbieten möchte, kann das hier tun.

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