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Display kaputt? Smartphone-Screen kann sich bald selbst "heilen"

Selbstheilende Smartphone-Screens sind keine ferne Zukunftsvision.
Selbstheilende Smartphone-Screens sind keine ferne Zukunftsvision. (©AlexandrBognat/iStock/Thinkstock 2017)

Ein gesprungenes Display kann sich in Zukunft vielleicht selbst reparieren. Ein selbstheilender Kunststoff wird nämlich gerade an der Universität von Tokyo entwickelt. Das durchsichtige Polymer-Material soll für die Nutzung in Smartphones und ähnlichen Geräten geeignet sein.

Wenn das Handy runtergefallen und der Bildschirm zerbrochen ist, könnte es in Zukunft genügen, das Display zusammenzudrücken. 30 Sekunden lang bei Raumtemperatur sollen genügen, um eine neue Art von Display aus Polyäther-Thioharnstoff zu reparieren. Wissenschaftler an der Universität Tokyo präsentierten das Material in einer neuen Publikation, wie der Guardian schreibt. Der Werkstoff ist demnach zugleich hart, stabil und durch bloßes Zusammendrücken reparierbar.

Selbstheilende Rückseite gibt es bereits

Die ursprüngliche Stärke erreicht der Stoff nach einigen Stunden wieder. "Ich hoffe, dass das reparierbare Glas ein neuer umweltfreundlicher Stoff sein wird, der nicht weggeworfen werden muss, wenn er zerbrochen ist", so der Student Yu Yanagisawa, der das Material zufällig entdeckte. Das Smartphone LG G Flex 2 wurde bereits mit einer selbstheilenden Rückseite ausgeliefert, die aber nur kleine Kratzer reparieren kann.

Mehrere Kandidaten für selbstheilendes Display

Forscher der Universität des US-Bundesstaats Kalifornien hatten laut Science Daily bereits ein anderes Polymer entdeckt, das transparent ist, sich dehnen lässt und das sich selbst heilt. Bis eine oder mehrere dieser Erfindungen marktreif sind, dürfte es aber noch eine Weile dauern.

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