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DJI-Drohnen bekommen Offline-Modus

DJI Spark Gestensteuerung FaceAware
DJI Spark Gestensteuerung FaceAware (©YouTube/DJI 2017)

Die Internetverbindung der DJI-Drohnen lässt sich künftig trennen. Zu diesem Zweck führt der Hersteller einen lokalen Datenmodus ein, der für einen besseren Datenschutz sorgen soll. Der optionale Modus hat allerdings auch eine Reihe von Nachteilen.

Ein neuer lokaler Datenmodus für die DJI-Drohnen unterbricht die Internetverbindung zwischen den Drohnen und den zugehörigen mobilen Apps. Das schreibt DJI in einer Pressemitteilung. Im Offline-Modus gibt es keine Kartenupdates mehr, keine Hinweise auf Flugverbote, keine Softwareupdates und es können weitere Einschränkungen auftreten. In bestimmten Gegenden wird der Modus nicht verfügbar sein, sofern dort örtliche Regulierungen und Gesetze zum Beispiel Hinweise auf Flugverbote stark empfehlenswert machen.

Besserer Datenschutz durch Offline-Modus

DJI sammelt eigentlich sowieso keine Bilder, Videos oder Flugdaten der Nutzer, sofern sie diese nicht aktiv teilen. Der neue lokale Datenmodus soll eine versehentliche Synchronisierung mit den DJI-Servern als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme unterbinden. Insbesondere sollen keine Aufnahmen von kritischer Infrastruktur (etwa Militärbasen), Handels- oder Regierungsgeheimnissen ihren Weg in die Öffentlichkeit oder an einzelne Dritte finden, man denke etwa an Industriespionage.

Update kommt Ende September

Der Modus geht insbesondere auf die ausgeprägten Datensicherheitsbedürfnisse von Regierungs- und Unternehmenskunden ein. Er wird jedoch auch Privatkunden zur Verfügung stehen. Anlass war laut MacRumors ein Befehl der US-Armee an ihre Soldaten und Offiziere, dass sie aufgrund von Schwächen beim Datenschutz keine DJI-Drohnen mehr verwenden dürfen.  Der neue Modus erscheint Ende September als Update für die DJI-Apps.

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