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Edge: Neuer Microsoft-Browser soll besonders sicher werden

Der neue Webbrowser Edge soll das Surfen im Netz deutlich sicherer machen.
Der neue Webbrowser Edge soll das Surfen im Netz deutlich sicherer machen. (©YouTube/Windows 2015)

Mit dem Webbrowser Edge möchte Microsoft endlich die Schwachstellen ausmerzen, die den Internet Explorer so unbeliebt erscheinen ließen. So soll der neue Browser nicht nur schneller und flexibler werden, sondern vor allem auch sicherer.

Mit dem Umstieg auf Windows 10 möchte Microsoft bekanntlich einige lang erwartete Neuerungen einführen. Eine davon ist der völlig neu entwickelte Webbrowser Edge. Dieser soll tatsächlich mehr sein als nur ein Update des altbekannten Internet Explorers. So soll Edge laut einer Ankündigung des Entwicklers nicht nur schneller, besser und flexibler sein als sein Vorgänger, sondern auch deutlich sicherer.

Um die Sicherheit des Nutzers bei Surfen im Netz zu erhöhen, soll Edge unter anderem auf einige der neuen Sicherheitsfeatures von Windows 10 zurückgreifen. So wird der Browser auf Wunsch unter anderem das System Microsoft Passport nutzen, mit dem sich der Nutzer auf verschiedenen Websites registrieren kann, ohne jedes mal ein Passwort eingeben zu müssen. Auf diese Weise soll beispielsweise verhindert werden, dass der Nutzer sensible Anmeldedaten preisgibt, wenn dieser sich versehentlich auf gefälschten Websites einloggt. Zusätzliche Sicherheit erhält der Browser durch das Verwenden etablierter Technologien wie den Malware-Filter SmartScreen.

Alte Sicherheitsrisiken werden rausgeschmissen

Und noch ein weiterer Punkt dürfte die Sicherheit von Edge deutlich erhöhen. Obwohl der neue Browser eng mit Windows 10 verknüpft ist, funktioniert er anders als der Internet Explorer losgelöst vom Betriebssystem. Tatsächlich handelt es sich bei Edge um ein eigenständiges Programm, welches auch eigenständig und vergleichsweise unkompliziert geupdatet werden kann. Mögliche Sicherheitslücken sollen sich so in Zukunft deutlich schneller schließen lassen.

Wie Mashable berichtet, verzichtet Microsoft bei Edge zudem auf einige urzeitliche Web-Protokolle wie ActiveX und BHOs (Browser Helper Objects), die in der Vergangenheit für einige Sicherheitsprobleme beim Internet Explorer verantwortlich waren. ActiveX wird eingesetzt, um bestimmte Anwendungen wie Flash, Java, PDF und diverse Plugins in den Browser zu integrieren. Bei Edge wird die Einbindung jedoch direkt über HTML5-Codes erfolgen. Der Wegfall von BHOs bedeutet hingegen, dass bestimmte Applikationen von Drittanbietern nicht mehr ungefragt ihren Weg in den Browser finden sollen. Wer sich in der Vergangenheit also gefragt hat, was die Ask.com-Toolbar im Browser-Fenster zu suchen hat, dürfte von Edge die passende Antwort bekommen: nichts.

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