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Dieser unheimliche Tauchroboter soll unter Wasser arbeiten

Eelume
Eelume (©YouTube/KONGSBERG Gruppen 2016)

Das ist Eelume. Eelume trägt nicht nur einen mit einem Meerestier verwandten Namen – der Roboter ist auch für das gleiche Einsatzgebiet gedacht. Die lange und schlanke Maschine schlängelt sich nämlich wie ein Aal durchs Wasser, wo sie künftig Wartungs- und Reparaturarbeiten erledigen soll.

Geht etwas unter Wasser kaputt, stellt das die Verantwortlichen oft vor ein Problem. Entweder holt man die Technik an Land, um sie zu reparieren. Oder man geht mit U-Booten, Robotern oder Ähnlichem auf Tauchstation. Das ist aber nicht nur kompliziert, sondern meistens auch sehr teuer. Die von der Technisch-Naturwissenschaftlichen Universität Norwegens (NTNU) gegründete Firma Eelume arbeitet mit den Unternehmen Kongsberg Maritime und Statoil aber bereits an einer Lösung. Ihre Erfindung: ein aalartiger Tauchroboter, der mit dem nötigen Werkzeug für Unterwasserarbeiten ausgestattet ist.

Eelume kann Reparaturen unkompliziert & kostengünstig ausführen

Der nach dem Unternehmen benannte Aal-Bot Eelume bewegt sich wie eine Schlange durch das Wasser. Als Antrieb dienen unter anderem zwei Propeller, die am Schwanzende sitzen. Am Kopfende hingegen finden sich Kamera, Licht und die für seine Arbeiten notwendigen Werkzeuge. Mithilfe einer Klemme kann der Roboter etwa Ventile unter Wasser öffnen oder schließen. Und da Eelume aus vielen einzelnen Segmenten besteht, erreicht er auch schwer zugängliche Stellen an seinem künftigen Einsatzort, dem Meer.

Mehrere Tauchroboter werden dauerhaft im Meer stationiert

Dort sollen – sobald die Entwicklung abgeschlossen ist – mehrere Exemplare des Aal-Bots stationiert werden. Dann ist es Firmen wie Statoil jederzeit und vor allem kostengünstig möglich, Inspektionen, Wartungen oder Reparaturen etwa an Ölplattformen durchzuführen. "Eelume ist ein gutes Beispiel dafür, wie neue Technologien und Innovationen zur Kostenreduktion beitragen können. Statt große und teure Wasserfahrzeuge für kleine Aufgaben zu nutzen, führen wir nun einen flexiblen Roboter als autonomen Hausmeister am Meeresgrund ein", sagt Statoils Technik-Verantwortliche Elisabeth Birkeland Kvalheim in einer Pressemitteilung.

Und Eelume soll sogar noch flexibler werden. Künftige Generationen sollen sich kabellos fortbewegen und damit noch besser durch Hindernisse navigieren können. Der Öl- und Gaskonzern Statoil will Eelume jetzt in der Praxis testen.

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