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Eigene Schuld: Samsung testete Galaxy Note 7-Akku selber

Die Produktion des Samsung Galaxy Note 7 wurde vorerst vom Hersteller gestoppt.
Die Produktion des Samsung Galaxy Note 7 wurde vorerst vom Hersteller gestoppt. (©YouTube/ TURN ON 2016)

Samsungs Galaxy Note 7 wurde vor Kurzem offiziell vom Hersteller zurückgerufen. Wie sich jetzt herausstellte, war der teilweise überhitzende oder in einigen Fällen sogar explodierende Akku des Phablets vor der Auslieferung von Samsung in einem eigenen Labor getestet worden.

In den Vereinigten Staaten ist es Pflicht, dass die Batterien von Smartphones in einem von 28 von der CTIA (Cellular Telephone Industries Association) Laboren getestet werden, wie Gizmodo berichtet. Samsung ist dagegen laut Angaben der CTIA der einzige Hersteller, der seine Smartphones noch in eigenen Labors testet. Diese In-House-Teststätten sind ordungsgemäß CTIA-zertifiziert.

Samsung-Labor konnte keine Fehler feststellen

Beim Check des Galaxy Note 7-Akkus sind allerdings keinerlei Fehlfunktionen aufgefallen. Im Rahmen solcher Tests werden unter anderem Situationen simuliert, die das Gerät stark beanspruchen und somit zu Überhitzung führen könnten. Laut eines Sprechers bestand das Note 7 sämtliche Tests absolut zufriedenstellend und ohne Probleme.

Neben Samsung unterhielten nur Motorola und Nokia eigene Testlabors. Laut Gizmodo stehen diese jedoch kurz davor, geschlossen zu werden. Währenddessen arbeitet Samsung daran, die Ursache für die explodierenden Galaxy Note 7-Smartphones herauszufinden. Besitzer der Phablets werden aufgerufen, das Smartphone zurückzusenden. In Amerika bot Samsung Kunden, die sich für ein anderes Samsung-Modell als Ersatz entscheiden, eine Sonderprämie von 100 US-Dollar für die Mobilfunkrechnung an. Alternativ konnten sich die Kunden auch für ein Smartphone eines anderen Herstellers entscheiden, dafür gab es dann allerdings nur 25 Dollar.

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