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Endlich kommen neue OLED-Monitore – und sie sind viel zu teuer

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Der OLED-Monitor LG 27EP950 wird zwischen 3.000 und 4.000 Euro kosten. Bild: © LG 2021

LG hat die Preise der kommenden OLED-Monitore in 27 und 32 Zoll verraten. Sie liegen zwischen 3.000 und 4.000 Euro. Wer, wie ich, auf eine kleinere Alternative zum 48-Zoll-OLED-TV für das PC-Gaming gewartet hat, wird sich noch gedulden müssen. Das ist schade, weil moderne TVs eine viel bessere Bildtechnik haben als Monitore.

Superschnelle Reaktionszeit, enormer Kontrast, geringe Eingabeverzögerung, G-Sync, FreeSync ... LG hat alle erdenklichen Vorzüge von Gaming-Displays in seinen neueren OLED-Fernsehern untergebracht. Aber: die Dinger sind einfach zu groß für den Schreibtisch und den Einsatz mit dem Rechner. Der kleinste erhältliche OLED-Fernseher misst 48 Zoll. Mein eigener Monitor mit seinen 42 Zoll ist mir bereits zu groß. Wie hatte ich mich gefreut über die Ankündigung LGs auf der CES 2021, dass kleinere OLED-Monitore für 2021 geplant seien.

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Für den Desktop-Einsatz wäre mit der LG OLED 48 CX zu ausladend. Bild: © LG 2021

Sie werden günstiger, aber ...

Nun hat LG auf einem Event verkündet, was die neuen OLED-Monitore kosten werden, wie Prad.de schreibt. Das 32-Zoll-Modell namens LG 32EP950 wird für 3.999 Euro über die Ladentheken wandern. Das 27 Zoll große Modell namens LG 27EP950 soll zwischen 3.000 und 4.000 Euro kosten. Immerhin: Das sind niedrigere Preise, als sie für die bereits erhältlichen OLED-Monitore in 21,6 Zoll aufgerufen werden. Der Eizo Foris Nova und der Asus ProArt PQ22UC kosten schließlich über 4.600 Euro, sofern man sie irgendwo ausfindig machen kann.

Insofern werden OLED-Monitore offenbar langsam günstiger. Eine gute Nachricht. Aber nicht die Nachricht, die PC-Gamer, die sich seit der CES 2021 auf OLED-Monitore freuen, am liebsten gehört hätten. Ohnehin richten sich die bisherigen OLED-Monitore und die neuen LG-Modelle nicht an Gamer, sondern an Profi-Anwender zum Zwecke der HDR-Videobearbeitung. Die Geräte müssen sich mit einer Bildwiederholrate von 60 Hertz begnügen und verzichten weitgehend auf Gaming-Features.

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Der OLED-Monitor Eizo Nova Foris kostet über 4.600 Euro. Bild: © Eizo 2019

Kleinere und größere OLEDs kosten viel weniger

Setzt man die Preise der OLED-Monitore in Relation zu kleineren und größeren OLED-Bildschirmen, wirken sie sehr deftig. So kostet der Laptop Asus ZenBook 13 OLED 1.300 Euro. Und das ist nicht nur ein Bildschirm, sondern ein vollständiges Notebook. Der kleinste OLED-Fernseher von LG, der OLED 48CX9LB, ist für rund 1.300 Euro erhältlich. Für den Desktop-Einsatz ist das aber entweder zu klein oder zu groß, für die üblichen Monitor-Größen von 24 bis 32 Zoll gibt es weiterhin keine bezahlbaren OLED-Modelle.

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Auch LCD-Monitore mit der nötigen Technik für eine gute HDR-Darstellung sind irrsinnig teuer aus der Sicht von Durchschnittskonsumenten. Den Acer ConceptD CP7, der sich für Designer sowie auch für Gamer eignet, habe ich ab 1.700 Euro entdeckt. Und von da an geht es nur aufwärts mit den Preisen für Monitore mit Full-Array-Local-Dimming oder gar Mini-LEDs.

Bitte wünscht euch bessere Monitore

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Gaming-Monitore haben gegenüber LGs OLED-TVs nur noch wenige Vorzüge – etwa eine mitunter noch höhere Bildwiederholrate. Bild: © Asus 2020

Die Hersteller kann man nicht dafür verantwortlich machen. Wenn die Kunden etwas haben wollen, dann möchten die Hersteller es ihnen auch anbieten. Ich kann nur vermuten, dass die Nachfrage nach entsprechenden Monitortechnologien noch nicht so ausgeprägt ist.

Vermutlich wissen die meisten PC-Anwender nicht, dass die Displaytechnologien in modernen HDR-Fernsehern viel fortschrittlicher sind als jene in den besten Monitoren. Abseits von spezifischen Anwendungsfällen sind bereits Mittelklasse-TVs in Hinblick auf die Bildqualität einfach besser als Monitore – sehr viel besser. Warum das so ist, habe ich im Artikel TVs sind für viele Gamer die besserem Monitore genauer erläutert.

Ja, alles Luxusprobleme. Aber wer noch etwas braucht, worüber er sich aufregen kann: Bezahlbare OLED-Monitore für Gamer werden weiterhin auf sich warten lassen. Vermutlich noch einige Jahre. Wer sich da mit den kleineren OLED-TVs wie dem LG OLED 48 CX arrangieren kann, hat Glück.

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