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EU könnte Apple zum Abschied vom Lightning-Anschluss zwingen

Muss sich Apple bald vom Lightning-Anschluss beim iPhone verabschieden?
Muss sich Apple bald vom Lightning-Anschluss beim iPhone verabschieden? (©Apple 2016)

Muss sich Apple in Zukunft vielleicht von seinem proprietären Lightning-Anschluss bei iPhones und iPads verabschieden? Die EU prüft zumindest derzeit, ob ein Gesetz für einheitliche Smartphone-Ladegeräte erlassen werden muss.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, habe die EU bereits im Jahr 2009 zahlreiche große Smartphone-Hersteller wie Huawei, Samsung und eben auch Apple dazu gebracht, eine selbstverpflichtende Vereinbarung zu unterschreiben, die die Vereinheitlichung von Ladegeräten für Smartphones vorsieht. Damit sollte auch die Produktion von Elektroschrott eingedämmt werden. Im Jahr 2012 lief die Vereinbarung aus, 2012 führte Apple den Lightning-Anschluss ein.

Nur Apple widersetzt sich USB-Anschlüssen bei Smartphones

Bekanntlich setzen die meisten Hersteller heutzutage tatsächlich auf den einheitlichen USB-C-Standard oder micro-USB – bis auf Apple, das weiterhin Lightning-Anschlüsse in seine Smartphones und Tablets einbaut, die nicht mit USB-Steckern kompatibel sind.

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager erklärte nun in einer Antwort auf die Frage eines Mitglieds des Europäischen Parlaments, dass die EU "die Kosten und Vorteile anderer Optionen" prüfen wolle, da die freiwillige Vereinbarung bislang eher "unbefriedigend" umgesetzt wurde. Zunächst soll das Problem aber nur in einer Studie untersucht werden – ob dann wirklich ein Gesetz folgt, ist noch vollkommen offen.

Kommt Apple einem EU-Gesetz zuvor?

Womöglich kommt Apple der EU aber sogar zuvor: Zuletzt gab es im Juni Gerüchte, dass der kalifornische Konzern im kommenden Jahr seine iPhones nur noch mit USB-C-Anschlüssen ausstatten könnte.

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