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Evernote will private Notizen doch nicht lesen

Evernote Pixabay
Evernote Pixabay (©Pixabay / Ajel 2016)

Die Notizen-Software Evernote wird nun doch keinen Mitarbeitern dank neuer Datenschutzrichtlinien das Lesen privater Einträge erlauben. Dies wollte man sich ursprünglich für die Verbesserung des maschinellen Lernens ohne ausdrückliche Genehmigung der Nutzer gestatten. Jetzt nehmen die User nur noch auf Wunsch am Programm teil.

Evernote möchte nicht länger ohne ausdrückliche Erlaubnis der Nutzer deren Notizen lesen. Das erklärte das Unternehmen in seinem Blog. Ursprünglich war für 2017 ein Update der Notizen-App für PC, iOS und Android geplant, das Mitarbeitern gestattet hätte, private Nachrichten der App-Nutzer zu lesen, um mit den Daten die Künstliche Intelligenz von Evernote zu verbessern. Bis zum 23. Januar hätte man den neuen Richtlinien zustimmen müssen oder man hätte die Anwendung nicht mehr verwenden können.

Nutzer werden nun vorher gefragt

Es war für das Programm keine Anonymisierung der Nutzer und ihrer Nachrichten vorgesehen. Der Plan führte zu wütenden Reaktionen der Anwender. "[...] unsere Kunden haben uns in deutlichen Worten wissen lassen, dass wir es vermasselt haben. Wir haben sie gehört und werden das Problem umgehend lösen", so der Evernote-CEO Chris O'Neill. Das Programm zur KI-Verbesserung gibt es allerdings weiterhin. Der Unterschied besteht darin, dass die Teilnahme am Programm nun optional ist. Die Evernote-Nutzer werden nun explizit gefragt, ob sie der Verwendung ihrer privaten Notizen zustimmen oder nicht.

Evernote gelobt Besserung

"Wir sind gespannt darauf, was wir den Evernote-Kunden dank des maschinellen Lernens bieten können, aber wir müssen um Erlaubnis bitten und nicht annehmen, dass wir sie haben. Wir entschuldigen uns dafür, dass wir unsere Kunden enttäuscht haben und wir werden unsere ganze Datenschutzpolitik aus diesem Grund prüfen", so O'Neill.

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