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Face ID beim iPhone X: So sicher und genau ist das neue Feature

Apple speichert die Karte des Gesichts ausschließlich auf dem Gerät, nicht aber in der Cloud.
Apple speichert die Karte des Gesichts ausschließlich auf dem Gerät, nicht aber in der Cloud. (©Apple 2017)

Das iPhone X verfügt über keinen Touch-ID-Sensor, sondern setzt auf die neue Face ID. Doch wie steht es um die Sicherheit der Gesichtserkennung und wie akkurat funktioniert das Feature überhaupt? Erste Sicherheitsexperten raten jedenfalls zur Vorsicht.

Als Apple am Dienstagabend sein neues Top-Modell iPhone X präsentierte, war die neue Gesichtserkennung längst keine Überraschung mehr – in den Medien stand die biometrische Entsperrung für das Jubiläums-Smartphone schon seit langer Zeit im Raum. Überraschender war die Panne von Apple-Manager Craig Federighi, der in den ersten beiden Versuchen daran scheiterte, das iPhone X mit seinem Gesicht zu entsperren, ein Backup-Gerät musste her. Ohnehin lasse das System einige Fragen offen, schreibt MacRumors, etwa in Bezug auf die Sicherheit und Präzision. Die Basis für Face ID bildet die neue TrueDepth-Frontkamera, die über mehrere Komponenten für den Gesichtsscan verfügt.

So steht es um die Sicherheit von Face ID beim iPhone X

Eine tragende Rolle übernimmt dabei ein sogenannter Punktprojektor, der mehr als 30.000 unsichtbare Punkte auf das Gesicht des Besitzers projiziert. Anhand dieser Daten generiert das System eine einzigartige Karte des Gesichts. Die Infrarotkamera des iPhone X liest das Punktemuster und fertigt ein Infrarotbild an. Diese Daten werden anschließend an die Secure Enclave des A11-Bionic-Chips gesendet, der im besten Fall die Übereinstimmung bestätigt – und das Smartphone entsperrt.

Um Manipulationen mit Bildern oder Masken zu verhindern, soll sich das iPhone X nur entsperren, wenn der Besitzer es direkt ansieht. Die Authentifizierung selbst finde direkt auf dem Gerät statt, betont Apple, und nicht in der Cloud. Genaue Angaben zur verwendeten Verschlüsselung machten die Kalifornier aber nicht. Deswegen gebe es auch Vorbehalte unter Sicherheitsexperten. "Ich würde niemandem empfehlen, der iPhone-Gesichtsverifizierung zu vertrauen", betont etwa Stefanos Zafeiriou vom Imperial College London, wie das britische Wissenschaftsmagazin New Scientist meldet.

Maschinelles Lernen soll eine hohe Präzision sicherstellen

Die Präzision der Gesichtserkennung sei hingegen durch maschinelles Lernen sichergestellt, behauptet Apple. So erkenne das System auch ein verändertes Aussehen seines Besitzers, etwa, wenn plötzlich eine Brille oder ein Hut aufgesetzt werde – auch ein Bartwuchs werde keine Probleme bereiten. Um das iPhone X auch in der Nacht oder in dunklen Umgebungen entsperren zu können, hat der Hersteller seinem OLED-Flaggschiff Infrarotbeleuchter spendiert, der eine Identifizierung auch bei schwierigen Lichtverhältnissen gewährleiste. Ohnehin hat Apple noch ein wenig Zeit, die Gesichtserkennung zu verbessern: Der Release des iPhone X soll erst am 3. November über die Bühne gehen.

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