Facebook-Bug: Private Beiträge von Millionen Usern waren öffentlich

Facebook kommt mit seinen Datenleak-Skandalen nicht zur Ruhe.
Facebook kommt mit seinen Datenleak-Skandalen nicht zur Ruhe. (©YouTUbe/ Guardian News 2018)
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Ein Facebook-Bug hat die privaten Beiträge von bis zu 14 Millionen Nutzern zeitweise öffentlich gemacht. Betroffen waren Status-Updates zwischen dem 18. Mai und dem 27. Mai, wobei die Nutzer nicht von der Veröffentlichung informiert wurden.

Facebook erlaubt die gezielte Veröffentlichung von Beiträgen nur für Freunde oder für bestimmte Freunde. Nutzer legen die Veröffentlichungs-Einstellungen für neue Beiträge vor der Publikation fest und die folgenden Beiträge sind dann für nur dieselbe Zielgruppe zu sehen. Ein Systemfehler in Facebook setzte allerdings die Veröffentlichungs-Einstellungen für Status-Updates von bis zu 14 Millionen Anwendern zwischen dem 18. und dem 27. Mai automatisch auf "öffentlich", wie CNBC mit Bezug auf Facebook schreibt. Auch, wenn der Nutzer zuvor seine Status-Updates nur für "Freunde" zugänglich machte.

Betroffene Nutzer werden kontaktiert

Zwar waren die Beiträge sichtbar als "öffentlich" markiert, aber das ist vielen Nutzern wahrscheinlich nicht aufgefallen, die sich auf die voreingestellten Einstellungen verließen. Der Bug wurde behoben und Facebook hat die Veröffentlichungs-Einstellungen für die betroffenen Beiträge auf die vorher gewählte Option zurückgestellt. Facebook benachrichtigt nun die Nutzer, die dem Bug ausgesetzt waren, und fordert sie auf, ihre Status-Updates zwischen dem 18. und dem 27. Mai sicherheitshalber zu überprüfen.

Nur Beiträge zwischen dem 18. und 27. Mai betroffen

Der Bug betrifft keine Beiträge, die vor diesem Zeitraum veröffentlicht wurden. Es wurden auch keine vom Nutzer als für "Freunde" markierte Beiträge öffentlich gestellt. Facebook änderte lediglich für neue Status-Updates die empfohlene Einstellung zu "öffentlich". Normalerweise beruht diese Einstellung auf jener des letzten veröffentlichten Beitrags oder auf den Voreinstellungen des Nutzers. Beim letzten Datenleak-Skandal von Facebook waren drei Millionen persönliche Daten jahrelang öffentlich zugänglich.

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