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Facebook: Der Dislike-Button (oder etwas Ähnliches) kommt

Bald ist es so weit: Der Dislike-Button – oder etwas Ähnliches – wird kommen.
Bald ist es so weit: Der Dislike-Button – oder etwas Ähnliches – wird kommen. (©CC: Flickr/zeevveez 2014)

Seit Jahren fordern Facebook-Nutzer einen Dislike-Button – jetzt könnten sie ihn bekommen. Oder etwas Ähnliches, um das Nichtgefallen eines Beitrags kundzutun. Der Testzeitraum des neuen Features soll schon in Kürze beginnen.

Gefällt ein Facebook-Post, ist der Like-Button schnell gedrückt. Aber das ist natürlich nicht immer der Fall. Bislang haben die Nutzer des sozialen Netzwerks keine ebenso einfache Möglichkeit, das Nichtgefallen eines Beitrags auszudrücken. Anscheinend ist es vielen Mitgliedern zu aufwendig, jedesmal einen Kommentar zu hinterlassen. Daher fordern sie bereits seit Jahren einen Dislike-Button als Ergänzung zum Like-Button. Und Facebook sagt seit Jahren "Nein" zum Dislike. Bis jetzt.

Mark Zuckerberg deutet kommende Dislike-Funktion an

In einem Facebook-Q&A am Dienstag verriet Firmenchef Mark Zuckerberg persönlich, dass es schon bald ein derartiges Feature geben werde – allerdings ließ er offen, in welcher Form Nutzer künftig "Gefällt mir nicht" kundtun können. "Die Menschen fordern seit vielen Jahren einen 'Dislike'-Button, wahrscheinlich haben auch schon Hunderte danach gefragt, und heute ist ein ganz besonderer Tag, an dem ich verraten kann, dass wir tatsächlich daran arbeiten und ein Test der Funktion kurz bevorsteht", antwortete Zuckerberg auf die erneute Frage nach einem Dislike-Button.

Abwerten und Aufwerten à la Reddit

Der Grund, warum Facebook so lange mit der Einführung eines derartigen Features zögerte, liegt auf der Hand: Ein Dislike-Button oder etwas Ähnliches ist eine mächtige Funktion. Nutzer können Beiträge damit nicht nur auf- sondern auch abwerten. Das sieht das soziale Netzwerk aber zwiegespalten. Seit Jahren betont Mark Zuckerberg, dass er den Nutzern zwar eine Möglichkeit einräumen wolle, ihre Empathie auf andere Weise als mit einem "Gefällt mir" auszudrücken. Andererseits wolle er aber auch verhindern, dass andere Menschen degradiert, gemobbt oder anderweitig per "Gefällt mir nicht" erniedrigt würden.

Unternehmen werden Postings überdenken müssen

Und nicht zu vergessen: Facebook ist mittlerweile der News-Aggregator schlechthin. Viele Unternehmen zahlen dafür, dass ihre Beiträge möglichst viele Nutzer erreichen. Können diese nun auf einfache Weise ihr Nichtgefallen zum Ausdruck bringen, müssten viele Firmen umdenken. Es wird also spannend zu sehen, was sich Facebook als Alternative zum Like ausgedacht hat und wie die Mitglieder davon Gebrauch machen werden.

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